Binance-Cyberangriff

Hacker tricksten Mitarbeiter mit Fake-Bewerbungsgespräch aus

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© Getty
Wahnsinn: Ein manipuliertes KI-Werkzeug und ein fingiertes Vorstellungsgespräch haben Hackern die Tür zum Milliarden-Raub geöffnet.
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Hacker haben die weltgrößte Kryptobörse Binance um unglaubliche 6,3 Milliarden Dollar erleichtert. Die Masche dahinter klingt wie aus einem Hollywood-Thriller.

SO lief der Coup ab

Die Täter schleusten sich über Monate ein, erklärte das Unternehmen am Dienstag in einer Analyse der Ereignisse. Die Cyberattacke hat laut Unternehmen bereits im Juni begonnen.

Alles begann bereits vor Monaten im Sommer. Ein Programmierer aus dem sensiblen Entwicklerteam für die digitalen Geldbörsen (Wallets) lud ein vermeintlich nützliches KI-Werkzeug herunter.

Doch das Tool war manipuliert. Binance bemerkte den Fehler zwar schnell und ließ alle Passwörter ändern – doch da war es schon zu spät. Die Hacker hatten sich bereits die Identitäten des Mitarbeiters und seiner Kollegen erschlichen.

Im September schnappte die Falle zu. Ein zweiter Software-Entwickler von Binance war auf Jobsuche und freute sich über ein virtuelles Vorstellungsgespräch via Video-Call.

Doch der Boss war ein Fake. Während des Gesprächs wurde der Entwickler dazu verleitet, eine "Code-Datenbank" auf seinen Computer zu laden. Ein fataler Fehler: Es war reines Gift für seinen Rechner – die Hacker hatten nun vollen Zugriff.

Verdacht liegt auf Nordkorea

Nach dem Cyberangriff hatten Anleger in Scharen Binance den Rücken gekehrt. Dem Unternehmen zufolge hatten Kunden zunächst 4,6 Milliarden Dollar abgezogen, inzwischen sei aber rund eine Milliarde Dollar wieder zurückgeflossen.

Das FBI ermittelt: Hinter dem Coup sollen staatliche Hacker aus Nordkorea stecken.

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