Tote Huchen gefunden

Hitze sorgt für Fischsterben in der Ybbs

Ein toter Fisch liegt in seichtem, klarem Wasser auf einem steinigen Flussbett.
© WWF Österreich
Der WWF warnt eindringlich vor der Gefahr von unzureichenden Fischaufstiegen. Besonders betroffen seien Huchen in der Ybbs, wo Kraftwerksbarrieren "zur tödlichen Falle" werden können.
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Die Naturschutzorganisation WWF hat am Donnerstag vor der Gefahr von unzureichenden Fischaufstiegen gewarnt. Kraftwerksbarrieren könnten "zur tödlichen Falle" werden, hieß es in einer Aussendung. Verwiesen wurde auf Fotos von rund 20 Huchen, die sich in der Ybbs unterhalb eines Kraftwerks sammeln und sich offenbar vergeblich flussaufwärts in kühlere Gewässerabschnitte begeben wollen.

Kleines Wasserkraftwerk mit Stauwehr, umgeben von Bäumen und klarem Wasser.
Kraftwerksbarrieren können "zur tödlichen Falle" für Huchen werden. © WWF Österreich

"Die Bilder aus der Ybbs zeigen eine gefährliche Kombination aus Hitze und verbauten Wanderwegen. Fische müssen in kühlere und sauerstoffreichere Flussabschnitte ausweichen können", betonte WWF-Gewässerschutz-Expertin Marie Pfeiffer. Bereits während der jüngsten Hitzewelle seien mehrere Exemplare des stark gefährdeten Huchens in der Ybbs verendet.

Eine Person mit WWF-Hemd steht mit verschränkten Armen vor einem Wald-Hintergrund.
WWF-Gewässerschutz-Expertin Marie Pfeiffer. © WWF Österreich

Gefordert wurde vom WWF eine "rasche Überprüfung aller Kraftwerksanlagen auf ihre ökologische Durchgängigkeit". Bestehende Fischaufstiege müssten nachweislich für den Huchen und andere heimische Arten funktionieren, fehlende Wanderhilfen sollten errichtet werden. Wichtig seien insbesondere durchgängige Verbindungen zu kühlen Zuflüssen, tiefen Flussbereichen und strukturreichen Rückzugsräumen. Die Ybbs brauche neben akuten Maßnahmen zudem auch ein umfassendes Sanierungsprogramm. Wasserrahmenrichtlinie und EU-Renaturierungsverordnung würden dafür "einen klaren Rahmen" vorgeben.

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