Im März 2025 wurde der tote Hund in einem Waldstück bei Flensburg entdeckt. "Buddy" hing an einem Baum, ein Seil war an seinem Halsband befestigt.
Nun musste sich Andy W. vor dem Amtsgericht Flensburg verantworten. Die Informationen zum Fall liegen unter anderem der BILD vor.
Der Staatsanwalt zeigte sich im Prozess überzeugt von der Schuld des 38-Jährigen: "Der Angeklagte ist als überführt anzusehen." Als Motiv wurde Eifersucht genannt. W. soll das Tier seiner neuen Partnerin nicht akzeptiert haben. Das Paar wollte demnach in eine neue Wohnung ziehen, in der keine Tiere erlaubt waren. Die Tat sei geplant gewesen und von "Egoismus und Empathielosigkeit geprägt", so die Anklage. Besonders erschütternd: Der Hund soll mehrere Minuten lang gelitten haben, bevor er starb.
Erst bestritt er die Tat
Im Prozess versuchte Andy W. zunächst, die Verantwortung von sich zu weisen. Er behauptete, "Buddy" einem Bekannten übergeben zu haben, damit dieser ihn einschläfern lasse.
Als Begründung führte er an, der Hund habe nach den Kindern seiner Partnerin geschnappt. Auch er selbst sei von "Buddy" in den Finger gebissen worden. Das Gericht schenkte dieser Darstellung jedoch keinen Glauben. Die Richterin sagte zu dem Angeklagten: "Sie sind unheimlich gut in der Lage zu lügen." Ihre Einschätzung: "Der Hund musste um jeden Preis weg."
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Zehn Monate Haft – aber auf Bewährung
Das Urteil fiel schließlich entsprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft aus: zehn Monate Freiheitsstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden.
Zusätzlich muss W. eine Geldstrafe von 3000 Euro zahlen. Das Geld wird mit monatlich 50 Euro an das Tierheim Flensburg gezahlt. Außerdem darf der 38-Jährige während der dreijährigen Bewährungszeit keine Tiere halten.
Tierschützer reagieren fassungslos
Für die Tierschützer, die den Prozess verfolgt hatten, ist das Urteil offenbar zu milde. Sie hatten eine Gefängnisstrafe für W. gefordert. Besonders bitter: Der 38-Jährige hat inzwischen mit der ehemaligen Besitzerin von "Buddy" ein gemeinsames Kind.
Auch nach dem Urteil zeigte der Mann laut den Schilderungen wenig Einsicht. Als er das Gerichtsgebäude verließ, soll er gesagt haben: "Das war also der Scheiß." Eine Tierschützerin konfrontierte ihn daraufhin mit den Vorwürfen. Auf ihre Frage reagierte W. demnach mit einer weiteren provokanten Aussage: "Ja, komm mal mit um die Ecke."
Außerdem soll er einem weiteren Aktivisten den Mittelfinger gezeigt haben, bevor er sich entfernte. Die Tierschützer erstatteten daraufhin noch vor Ort Anzeige.
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