Knallhart-Regel
Italien-Schock: HIER darf man nur mit App zum Strand
Besonders am beliebten Strand Tuerredda im Süden der Insel sind spontane Badeausflüge inzwischen nicht mehr möglich. Besucher müssen ihren Strandplatz vorab über eine App reservieren.
Mit der Maßnahme reagiert die Gemeinde Teulada auf die Folgen des Massentourismus. Der feine weiße Sand und das türkisfarbene Wasser machen Tuerredda zu einem der bekanntesten Strände Sardiniens. In den vergangenen Jahren sorgte der große Besucheransturm jedoch zunehmend für Probleme. Überfüllte Strandabschnitte, lange Warteschlangen und Belastungen für die empfindliche Natur waren die Folge.
Deshalb setzt die Gemeinde bereits seit dem vergangenen Jahr auf ein digitales Buchungssystem, das auch heuer weitergeführt wird. Wer keinen reservierten Platz vorweisen kann, erhält keinen Zutritt zum Strand. Zudem verfällt die Buchung, wenn Besucher nicht rechtzeitig erscheinen.
Obergrenze
Die App-Pflicht soll vor allem dabei helfen, die tägliche Besucherzahl besser zu steuern. Die Obergrenze liegt weiterhin bei 1.100 Personen pro Tag. Davon entfallen 729 Plätze auf den frei zugänglichen Strandbereich, die restlichen 371 Plätze sind für die beiden Strandbäder vorgesehen.
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Nach Angaben der Verantwortlichen hat sich das System bewährt. Frühere Probleme mit überfüllten Tagen und unübersichtlichen Reservierungen seien deutlich reduziert worden. Die Kosten für den Strandbesuch bleiben dabei überschaubar: Je nach Zugang liegen die Gebühren bei ein bis zwei Euro pro Person.
Tuerredda ist dabei längst kein Einzelfall mehr. An zahlreichen beliebten Urlaubsorten in Italien werden Maßnahmen ergriffen, um Besucherströme besser zu lenken und Natur sowie Infrastruktur zu schützen. Für Urlauber bedeutet das vor allem eines: Wer die schönsten Strände besuchen möchte, sollte seine Reiseplanung künftig etwas genauer vorbereiten.
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