In Salzburg
Katastrophen-Unwetter reißen ganze Brücken weg
Heftige Unwetter haben am Donnerstag im Salzburger Pinzgau und Pongau schwere Schäden angerichtet. Starkregen verwandelte Bäche in reißende Flüsse, während Brücken weggerissen und Straßen durch Muren sowie Geröll blockiert wurden. Feuerwehrkräfte rückten in Uttendorf, Stuhlfelden, Bad Gastein, Hollersbach, Maishofen und Saalfelden aus. Nach Angaben der Landesalarm- und Warnzentrale Salzburg drang das Wasser in Keller ein und überschwemmte Felder. Nach ersten Angaben wurden allein im Pinzgau 30 bis 40 Einsätze gezählt, Verletzte gab es ersten Informationen zufolge nicht.
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Gebrochene Sperre sorgt für Schrecken
Besonders dramatisch entwickelte sich die Lage in Uttendorf, wo ein Rückhaltebecken den Wassermassen nicht standhalten konnte. Einsatzleiter Florian Schett erklärte im "Ö1-Journal": "Der erste Einsatz war Katastrophal, wir haben eine Sperre errichtet, die fast übergegangen und schließlich gebrochen ist. Der ganze Bach ist übergangen. Wir hatten Glück, dass kein Keller unter Wasser stand und niemand verletzt wurde". Franz Fritzenwanger, Pressereferent der Feuerwehr Uttendorf, ergänzte gegenüber den "Salzburger Nachrichten": "Die Wassermassen sind regelrecht durch den gleichnamigen Ortsteil Tobersbach geschossen". Laut Katastrophenschutzreferent Stefan Herbst handelte es sich um eine ältere Sperre. Ein Schutzprojekt war bereits geplant. Herbst erklärte: "Im Herbst ist ein Hochwasserschutzprojekt im Herbst geplant - das Unwetter kam da leider zuvor." Laut Herbst entstanden "nur Flurschäden und keine Gebäudeschäden."
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Evakuierungen nach Verklausungen in Stuhlfelden
Neben Uttendorf war Stuhlfelden die am schwersten betroffene Gemeinde. Dort trat der Pirtendorferbach wegen Gerölls massiv über die Ufer. Stefan Herbst betonte: "Neben Uttendorf war Stuhlfelden die vom Unwetter am schwersten betroffene Gemeinde". Zudem erklärte Herbst: "Es mussten auch 13 Personen evakuiert werden." Es wird davon ausgegangen, dass zumindest ein Teil der Betroffenen noch in der Nacht zurückkehren kann. Zwei Brücken wurden in Stuhlfelden weggerissen und Keller überflutet. Im Kötschachtal bei Bad Gastein wurden Straßen blockiert sowie die Seiserbrücke, der Seisersteg und die Himmelwandbrücke zerstört.
Hubschraubereinsatz bei der Prossauhütte
Im Bereich der Prossauhütte waren elf Personen eingeschlossen. Feuerwehrkommandant Lukas Gamsjäger schilderte die Situation am Abend: "Inzwischen konnten sechs Personen mit dem Polizeihubschrauber -konkret mit der ,Libelle' aus Klagenfurt - ausgeflogen werden; eine Person brauchte Medikamente. Die restlichen fünf Personen, darunter der Wirt, bleiben über Nacht auf der Hütte. Das ist kein Problem, da besteht keine Gefahr". Im Kötschachtal fiel zudem die Stromversorgung aus. Später zog der gewitterartige Starkregen weiter über den Flachgau und die Stadt Salzburg, wobei im Flachgau bis zum späteren Abend 13 weitere Feuerwehreinsätze registriert wurden.
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