Batterien

Konzern von Austro-Milliardär soll zerschlagen werden

Mann mit lockigem Haar im hellen Sakko und blauen Hemd vor Palmenblättern.
© Andreas Tischler / Vienna Press
Der Batteriekonzern Varta von Michael Tojner soll zerschlagen werden. Für das laufende Geschäft fehlt es an Geld. Seit Juli 2024 in Sanierungsverfahren.
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Im Ringen um die Zukunft des Batterieherstellers Varta, an dem der frühere österreichische Mehrheitseigentümer Michael Tojner noch zu 50 Prozent beteiligt ist, rückt eine Zerschlagung des Unternehmens näher. Wichtige Geldgeber wollen das Geschäft mit Haushaltsbatterien aus dem Konzern herauslösen und sprechen sich für eine neue Eigentümerstruktur aus, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Tojner und Porsche

Die sogenannte Ad-hoc-Gläubigergruppe um die Deutsche Bank und die Finanzinvestoren RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox begründete ihren Kurswechsel mit der angespannten Finanzlage der Firma mit Sitz im schwäbischen Ellwangen. Varta wollte die Mitteilung auf Anfrage nicht kommentieren. Neben Tojner hält auch der deutsche Sportwagenbauer Porsche AG zu 50 Prozent an dem Unternehmen.

Sanierungsfall Varta

Eine unabhängige Analyse der Unternehmensberatung FTI habe ergeben, dass Varta einen operativen Liquiditätsbedarf in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags habe - also fehlendes Geld für das laufende Geschäft. Hinzu komme erheblicher weiterer Kapitalbedarf, um den Geschäftsbetrieb dauerhaft fortzuführen.

Varta war zuletzt in schwieriges Fahrwasser geraten. Um die Insolvenz zu verhindern, hatte das Unternehmen im Juli 2024 ein Sanierungsverfahren im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes angemeldet. Im Zuge dessen wurden auch die Altaktionäre aus dem Unternehmen gedrängt. Die monatelange Neuaufstellung des Batterieherstellers sei abgeschlossen, hatte Varta Anfang April vergangenen Jahres mitgeteilt.

Trotz intensiver Gespräche habe sich bisher kein Investor oder anderer Beteiligter bereit erklärt, die fehlenden Finanzmittel bereitzustellen, erklärte ein Sprecher der Gläubiger. Die Gruppe sei deshalb zu dem Schluss gekommen, dass die Herauslösung und Stabilisierung des Geschäftsbereichs Consumer Batterie der tragfähigste Weg sei.

Die Gruppe kündigte an, ihre vertraglichen Rechte aus den Finanzierungsvereinbarungen der Restrukturierung von 2024 auszuüben. Eine Umsetzung steht den Angaben zufolge unter dem Vorbehalt behördlicher und weiterer Genehmigungen.

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