Zusatzkosten

Kreuzfahrt-Anbieter will 20 Dollar Trinkgeld pro Tag

Kreuzfahrt
© Getty Images
Wer 2026 eine Kreuzfahrt plant, muss mit höheren Zusatzkosten rechnen. Mehrere Reedereien verlangen ab sofort deutlich mehr Trinkgeld von ihren Gästen, was bei vielen für großen Ärger sorgt.
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Für Urlauber, die gerne auf hoher See entspannen, steigen die Ausgaben. Mehrere große Anbieter haben im Jahr 2026 ihre automatischen Servicegebühren nach oben geschraubt. So hat etwa Holland America Line eine neue sogenannte "Crew-Wertschätzungsgebühr" eingeführt. Passagiere in Standardkabinen müssen nun 18 US-Dollar pro Tag zahlen, für Gäste in Suiten werden sogar 20 US-Dollar fällig. Das entspricht umgerechnet rund 15 beziehungsweise 17 Euro, die automatisch über das Bordkonto abgebucht werden.

Ärger über hohe Zusatzkosten

Die Reederei rechtfertigt den Schritt. Ein Sprecher von Holland America Line erklärte gegenüber dem US-Sender "Fox News", dass diese Erhöhung eine sinnvolle Möglichkeit für Gäste sei, "den außergewöhnlichen Service und die harte Arbeit unserer Crew jeden Tag anzuerkennen". Doch viele Passagiere sehen das offenbar anders. Laut dem Sender beschwerte sich ein verärgerter Kreuzfahrtgast sehr deutlich und meinte, das Trinkgeldgebaren sei mittlerweile überall "außer Kontrolle" geraten.

Weitere Anbieter erhöhen die Preise

Holland America Line ist mit dieser Maßnahme nicht allein. Auch MSC Cruises hat die Gebühren erhöht und verlangt für Neubuchungen außerhalb der EU auf bestimmten Routen künftig 17 US-Dollar (14 Euro) pro Person und Nacht in Standardkabinen. In einer Stellungnahme gegenüber "FOCUS online" betonte MSC Cruises jedoch, dass die Gebühr in Europa nicht separat erhoben wird. Sie sei hier "bereits im ausgewiesenen Gesamtpreis enthalten" und falle somit nicht an Bord an. Ebenso hat Carnival Cruise Line laut einem Bericht des Reiseportals "Travel Weekly" die Beträge angepasst: Hier zahlen Gäste 17 US-Dollar (14 Euro) pro Tag für Standardkabinen und 19 US-Dollar (16 Euro) für Suiten.

Beträge können noch angepasst werden

Die gute Nachricht für Kreuzfahrtkunden: Man muss die geforderten Trinkgelder nicht zwingend hinnehmen. Wie Holland America Line gegenüber "Fox News" bestätigte, können Passagiere den Betrag an Bord nach Wunsch anpassen. Auch bei Carnival Cruise sind die Trinkgelder zwar standardmäßig Teil der Bordabrechnung, werden aber nicht zwangsläufig endgültig in der vorgeschlagenen Höhe eingezogen. Anders verhält es sich jedoch bei den Servicegebühren auf spezielle Leistungen wie Getränke, Spa-Anwendungen oder Besuche in Spezialitätenrestaurants. Diese Zuschläge sind meist fest in den Endpreis eingerechnet und können individuell nicht mehr verändert werden.

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