Vor allem für die Weinviertler Bauern wird die heurige Saison zur Zitterpartie. Der Grund: Auf den Feldern gibt es deutlich weniger Kürbisse als erhofft, die Früchte sind oft zu klein oder haben sich aufgrund der extremen Sommerhitze erst gar nicht richtig entwickelt. Unter vorgehaltener Hand rechnen die Landwirte mit Ertragseinbußen von bis zu 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Dabei reichen die Folgen weit über die Felder des Bundeslandes hinaus. Niederösterreich ist nämlich ein wichtiger Lieferant für die Herstellung von Steirischem Kürbiskernöl, rund zwei Drittel der dafür verarbeiteten Kerne stammen von dort. Es wird befürchtet, dass die Nachfrage heuer nicht vollständig gedeckt werden kann. Während Premiumprodukte weiterhin ausreichend produziert werden dürften, müssen Diskonter wohl verstärkt auf Importware aus Polen oder Fernost setzen.
Trotz der geringen Ernte gibt es aber auch eine gute Nachricht: Die Qualität der heurigen Kürbisse und ihren Kernen wird als hoch eingestuft. Ein kleines Trostpflaster, bleibt die Lage für die Bauern dennoch angespannt. Die Verkaufspreise wurden nämlich schon vor Monaten - also lange vor Erntebeginn - fixiert. Statt höherer Margen drohen ihnen dadurch spürbare finanzielle Verluste.
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