Konzert-Hit
Lovely Days brachte die Hits und den Horror nach Eisenstadt
Große Legenden-Parade und das große Gruseln in Eisenstadt. Bei der von oe24 präsentierten Festival-Sause "Lovely Days" brachten am Samstag über 8.000 Fans einen Hauch von Woodstock in den malerischen Schlosspark. Über 11 Stunden Hit-Programm bei sommerlichen Hochtemperaturen. Badehose und Liegetuch, so wie die Suche nach Schattenplätzen wurde bereits ab 13.45 Uhr zum Thema. Da setzte Bluesgroßmeister Hans Theessink den edlen Startschuss zu einer nie dagewesenen Hitparade.
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Bad Moon Rising“, "I Heard It Through the Grapevine", "Rockin All Over the World, „Love Is All Around" "Wild Thing", "Davy’s on the Road Again", "Quinn The Eskimo", "Urgent", "I Want To Know What Love is", "Poison", "School’s Out" und sogar ein paar Zeilen von "Another Brick in the Wall" sowie "Smells Like Teen Spirit". Mehr Mitsing-Garantie gibt es kaum. Verbeugten sich Clearwater Creedence Revival mit Woodstock-Klassikern wie "Proud Mary" oder "Born on the Bayou" in Eisenstadt vor John Fogerty und Co., so ließen The Troggs im Schlosspark die Roaring Sixties auferstehen.
Ruf als Stimmungs-Kanonen
Nach dem ausufernden Jazz- und Bluesrock-Feuerwerk von Colosseum mit Chris Farlowe (85!) rechtfertigte Manfred Mann’s Earth Band den Ruf als Stimmungs-Kanonen. Mehr Party geht kaum! Selbst wenn der Klassiker "Do Wah Diddy" auf der Setlist fehlte.
Noch mehr Hits, nämlich einen charttauglichen Mix aus Rockern („Urgent“), Hymnen („Cold As Ice“) und Balladen („I Want To Know What Love is“) hatten nur Foreigner, die übrigens ohne ein einziges Originalmitglied aufspielten, mit im Gepäck. "Die Songs sind längst wichtiger als die Band und wir haben so viele Hits, dass wir ja gar nicht alle spielen können", erklärt Bassist Jeff Pilson im oe24-Interview das 80-millionenfach verkaufte Oeuvre, bei dem sich Neo-Sänger Luis Maldonado in Eisenstadt zu übertriebenen Posen jedoch hörbar abplagte. Auch beim Simon & Garfunkel Cover "Bridge Over Troubled Water". Der Funke sprang da leider nicht über.
Hardrock-Klassiker
Zum Finale, das bis weit in die Geisterstunde hineinrockte, zündete Alice Cooper, der Nachmittags noch mit seinem Austro-Buddy Gerald Hajos in Götzendorf golfen war, seine Horror-Show "Alice Attic". Und da gab’s zwischen unverwüstlichen Hardrock-Klassikern wie "No More Mr Nice Guy", "I’m Eighteen" oder "Feed My Frankenstein" natürlich wieder langjährig erprobte Show-Gimmicks wie Geisterbräute, Kunstblut, Zwangsjacke und natürlich die Guillotine setzte. Ein augenzwinkernder Albtraum, so wie ihn Eisenstadt noch nie gesehen hat.
Eine starke Vorgabe für das nächste Lovely Days Festival, für das oe24 am 3. Juli 2027 Lynyrd Skynyrd („Sweet Home Alabama“), die weltbeste Tribute-Band The Australian Pink Floyd Show, 10cc, The Devon Allman Project und die Woodstock-Legenden von Ten Years After nach Eisenstadt holt. Ab Montag 10 Uhr gibt’s die Tickets.
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