Italo-Aufreger

Lugners Opernball-Gast wird jetzt Russin

Ornella Muti
© Andreas Tischler / Vienna Press
Die italienische Schauspielerin Ornella Muti hat gemeinsam mit ihrer Tochter Naike Rivelli die russische Staatsbürgerschaft beantragt. Der Schritt sorgt für politische Diskussionen.
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Die 71-jährige Ornella Muti, die mit bürgerlichem Namen Francesca Romana Rivelli heißt und seit den 1970er-Jahren bekannt ist, begründet den Antrag mit ihrer Herkunft. Da Mutis Mutter Russin war, sehen sie und ihre 51-jährige Tochter Naike Rivelli die Entscheidung als Ausdruck ihrer familiären Verbundenheit.

Ornella Muti mit Tochter Naike
Ornella Muti mit Tochter Naike © Getty Images

Familiäre Wurzeln und Verbundenheit

Muti, die als Sängerin und Künstlerin tätig ist, erklärte, dass man die eigene Herkunft, Familie und Freunde nicht verleugnen könne. Sie betonte, dass der Antrag kein Bruch mit den italienischen Wurzeln sei und viele Menschen in Italien die russische Kultur schätzen. Die Entscheidung fällt in eine politisch angespannte Zeit zwischen Russland und westlichen Staaten wie Italien.

Probleme wegen Dinner mit Putin

Ihre Liebe zu Russland hat Muti in den vergangenen Jahren auch Probleme beschert. Weil sie 2010 einen Theaterauftritt in der friaulischen Kleinstadt Pordenone wegen einer angeblichen Erkrankung abgesagt hatte, stattdessen aber an einem Charity-Dinner an der Seite Putins in St. Petersburg teilnahm, hatte Muti ein Gerichtsverfahren wegen Betrugs am Hals. Sie wurde zu acht Monaten Haft und 600 Euro Bußgeld verurteilt. Die Schauspielerin brauchte die Haft aber nicht anzutreten und zahlte 30.000 Euro Strafe. Die Gage für Mutis Auftritt im Verdi-Theater von Pordenone soll bei 25.000 Euro gelegen haben.

Richard Lugner mit Ornella Muti
Richard Lugner mit Ornella Muti © Andreas Tischler / Vienna Press

Mit Mörtel am Opernball

2020 war Muti Richard Lugners Gast am Wiener Opernball. Damals schwärmte Mörtel von der Schauspielerin und bezeichnete sie als einen der "angenehmsten Gäste", die er ja hatte.

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