Schwere Vorwürfe
Marokko-Star Hakimi muss vor Gericht
Der Vorwurf gegen den 27-jährigen Profi von Paris Saint-Germain geht auf den Februar 2023 zurück. Eine Frau wirft dem Fußballer vor, sie in seiner Wohnung vergewaltigt zu haben, nachdem sie sich zuvor über die Social-Media-Plattform Instagram kennengelernt hatten. Der ehemalige Dortmund-Spieler bestreitet die Anschuldigungen vehement. In der Nacht von Freitag auf Samstag um 0:00 Uhr steht Hakimi eigentlich mit der Nationalmannschaft von Marokko auf dem Platz – das Team trifft bei der Weltmeisterschaft auf Schottland.
Schwere Vorwürfe vor Gericht
Am Freitag entschied das französische Berufungsgericht, den Fall offiziell an das Strafgericht des Départements Hauts-de-Seine zu übertragen. Die Anwältin der Klägerin, Rachel-Flore Pardo, äußerte sich positiv über diesen Schritt. Sie betonte, dass diese Entscheidung im vollen Einklang mit den Aktenumständen stehe und den Stellungnahmen des Staatsanwalts, der Untersuchungsrichterin sowie des Generalstaatsanwalts entspreche.
Hakimi bricht sein Schweigen
Der marokkanische Verteidiger reagierte in den sozialen Netzwerken mit einem langen Statement auf die Entwicklungen. "Ich habe mich entschieden, jahrelang zu schweigen. Ich dachte, wenn ich meine Würde bewahre, geduldig bin und der Justiz vertraue, würden die richtigen Entscheidungen getroffen werden", erklärte Hakimi. Er fühle sich schuldlos und wolle die Vorwürfe endlich öffentlich entkräften.
Warten auf den Prozess
Der Fußball-Star erklärte weiter, dass nun eine Geschichte zulasten seiner Familie, seines Lebens und der Wahrheit erzählt werde, die nicht die seine sei. Manchmal habe er das Gefühl, eine leichte Zielscheibe zu sein. Er fügte hinzu: "Ich warte seit dem ersten Tag auf diesen Prozess. Und ich warte nun mit Ungeduld darauf. Endlich werde ich sprechen können."
Sportlicher Fokus trotz Krise
Sportlich lief es für den Verteidiger zuletzt erfolgreich. In der abgelaufenen Saison sicherte er sich mit Paris Saint-Germain zum zweiten Mal in Folge die Champions League. Auch mit der Nationalmannschaft feierte er bereits große Erfolge: Vor vier Jahren landete Marokko bei der Weltmeisterschaft in Katar auf dem vierten Platz. Im laufenden Turnier holten die Afrikaner in der Gruppe C im ersten Spiel ein 1:1-Unentschieden gegen den Rekordweltmeister Brasilien, bevor nun das Match gegen Schottland ansteht.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden