Kaunertal

Massive Unwetter: Bundesheer startet Evakuierung

Ein schwarzer Mehrzweckhubschrauber Leonardo AW169M fliegt am Himmel bei bewölktem Wetter.
© APA/HELMUT FOHRINGER
Nach heftigen Unwettern und Murenabgängen im Tiroler Kaunertal sitzen rund 200 Menschen fest. Das Bundesheer startet nun einen großangelegten Assistenzeinsatz zur Evakuierung der Eingeschlossenen.
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Der Evakuierungseinsatz beginnt am Montag um 08:00 Uhr. Nach einer vorangegangenen Hitzewelle sorgte eine Kaltfront für schwere Unwetter im Raum Feichten, was zu mehreren Murenabgängen führte. Die Landeswarnzentrale Tirol stellte daher bereits am Sonntag am Nachmittag ein Assistenzersuchen an das Bundesheer. Da rund 200 Personen eingeschlossen sind und evakuiert werden müssen, schickt das Bundesheer zwei Hubschrauber der Luftstreitkräfte in das Katastrophengebiet.

Rettungsflüge unter schwierigen Wetterbedingungen

Nachdem erste Erkundungsflüge am Sonntag abgeschlossen wurden, nehmen heute ein AW169 "Lion" und eine AB 212 die Evakuierung auf. Das militärische Wetterzentrum ist aufgeschaltet und warnt vor weiteren, rasch aufbauenden Gewittern im Tal, die bis in die Abendstunden anhalten könnten und derzeit nicht zuverlässig vorhersagbar sind. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, wird zusätzlich ein Tankwagen ins Kaunertal geschickt, damit die Hubschrauber direkt vor Ort betankt werden können.

Murenabgang auf der Kaunertaler Gletscherstraße
Murenabgang auf der Kaunertaler Gletscherstraße © Gemeinde Kaunertal

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Dringlichkeit der Lage: "Wenn Menschen in Not sind, zählt jede Minute. Unsere Mannschaft ist rund um die Uhr einsatzbereit, um in solchen Situationen rasch und professionell zu helfen. Ich bin unseren Soldatinnen und Soldaten sehr dankbar, dass sie auch unter schwierigen Wetterbedingungen alles tun, um die Menschen in Sicherheit zu bringen."

Weiterer Einsatz in Haiming

Bereits vor den Murenabgängen im Kaunertal waren die Luftstreitkräfte in Tirol gefordert. Bei einem Waldbrand in Haiming, der mittlerweile unter Kontrolle ist, unterstützten eine AB 212 und ein AW169 "Lion" sowohl bei der Brandbekämpfung als auch die Einsatzkräfte am Boden.

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