Espen Høiby

Millionen-Insolvenz: Schüler verklagen Mette-Marits Bruder

Mette-Marit
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Für die norwegische Königsfamilie reißen die negativen Schlagzeilen nicht ab, denn nun sorgt Mette-Marits Bruder Espen Høiby nach der Insolvenz einer Flugschule für juristischen Ärger.
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Nach einer Lungentransplantation von Königin Mette-Marit, 53, im Juni, dem Tod von König Harald V. im August und dem Verfahren gegen Marius Borg Høiby, 29, sieht sich die Königsfamilie mit dem nächsten Aufsehen konfrontiert. 60 ehemalige Schüler einer insolventen Flugschule fordern Schadenersatz von Espen Høiby, 67, dem Bruder der Königin. Sie werfen den Verantwortlichen der "Pilot Flight Academy" unter anderem vor, zu spät Insolvenz angemeldet zu haben.

Insolvenz der Flugschule am Flughafen Torp

Die Flugschule am Flughafen Torp hatte kurz nach dem Jahreswechsel Insolvenz angemeldet. Dadurch verloren rund 160 angehende Piloten ihren Ausbildungsplatz und etwa 40 Beschäftigte ihren Job. Besonders bitter: Viele Schüler hatten ihre Studiengebühren von rund 250.000 norwegischen Kronen im Voraus bezahlt, weshalb das Geld nach der Pleite verloren war. Neben Espen Høiby wird auch der langjährige Geschäftsführer Per Mikael Eriksson verklagt. Laut Parats Anwalt Sigurd Kambestad gibt es Vorwürfe bezüglich Verstößen gegen die Pflicht zur rechtzeitigen Insolvenzanmeldung und das Buchführungsgesetz, während auch der Betrugsverdacht des Insolvenzverwalters eine Rolle spielt.

Marius Borg Høiby
Marius Borg Høiby © WireImage

Verteidigung weist alle Vorwürfe zurück

Høibys Anwalt Kristoffer Aasebø wies die Anschuldigungen entschieden zurück. "Wir sind der Ansicht, dass es keine Grundlage gibt, Espen Høiby in dieser Sache zu verklagen", erklärte er gegenüber dem norwegischen Rundfunk NRK. Høiby habe niemals ein Vorstandsamt bei der Akademie innegehabt und das Unternehmen auch nicht gegenüber den Studierenden vertreten. Die Darstellung der Kläger bezeichnete der Anwalt als "unrichtig" und "unausgewogen". Eriksson habe sich zudem auf Zusagen der Eigentümer über weiteres Kapital verlassen.

Polizei prüft den Fall

Bereits nach der Insolvenz hatte Insolvenzverwalter Kåre Jølberg einen kritischen Bericht vorgelegt und erklärt, das Unternehmen hätte "viel früher einen Insolvenzantrag stellen müssen". Dabei verwies er auf den Verdacht, dass finanzielle Kriseninformationen bewusst zurückgehalten wurden. Ob die Polizei offizielle Ermittlungen aufnehmen wird, ist nach Angaben von NRK noch offen.

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