Vorsicht
Nasser Rasen im Juni: Dieser Fehler ruiniert jetzt Ihren Garten
Ein regnerischer Juni bringt das Ökosystem im Garten gehörig durcheinander. Während das Gras nach den Niederschlägen förmlich in die Höhe schießt, bleibt die Erde weich und durchnässt. Auch wenn es in den Fingern juckt, sollten Sie den nassen Rasen derzeit lieber in Ruhe lassen. Das sind die wichtigsten Gründe und Gefahren, die Sie jetzt kennen müssen:
Nassen Rasen auf keinen Fall mähen
Einen nassen Rasen zu mähen, ist ein gefährliches Unterfangen. Die glitschigen Halme verwandeln die Wiese schnell in eine Rutschbahn. Besonders an Hängen oder Böschungen ist die Unfallgefahr durch Ausrutschen extrem hoch. Bei kabelgebundenen Elektro-Rasenmähern kommt eine lebensgefährliche Komponente hinzu: Feuchtigkeit und beschädigte Kabel oder Stecker können schnell zu Stromschlägen und Kurzschlüssen führen.
Doch auch der Mäher selbst leidet: Das schwere, feuchte Gras verklumpt extrem schnell. Es verstopft den Auswurf, blockiert die Mähmesser und verlangt dem Motor Höchstleistungen ab, was im schlimmsten Fall zur Überlastung und zum Motorschaden führt.
Vorsicht vor Rasenkrankheiten
Anstatt sauber abgeschnitten zu werden, knicken nasse Grashalme unter dem Gewicht des Mähers und der Regentropfen oft einfach um. Stumpfe Messer reißen die Halme eher ab, als sie zu schneiden. Das Resultat? Stark ausgefranste Schnittkanten, die sich unschön braun färben und den Rasen anfällig für Krankheiten machen.
Apropos Krankheiten: Die aktuelle Kombination aus warmen Temperaturen und hoher Feuchtigkeit ist der absolute Härtetest für Ihr Grün. Es ist das perfekte Klima für Rasenkrankheiten wie Rostpilze oder Schneeschimmel. Wer jetzt zudem mulcht (also das feuchte Schnittgut auf dem Rasen liegen lässt), erstickt die Gräser förmlich. Das verklumpte Gras blockiert das Sonnenlicht und wirkt wie ein feuchter Deckel, ein Paradies für Pilzsporen.
Nassen Rasen nicht betreten
Zudem verdichten Ihre Schritte und die schweren Reifen des Mähers den aufgeweichten Boden. Das zerstört die Poren in der Erde, führt zu Staunässe und lässt die Rasenwurzeln ersticken. Deshalb sollten Sie den Rasen erst wieder betreten, wenn der Boden trocken ist.
Achtung, Parasiten-Alarm!
Die Monate Mai und Juni sind ohnehin die absolute Hochsaison für Zecken. In Trockenphasen ziehen sich die gefährlichen Blutsauger in Bodennähe zurück, um nicht auszutrocknen. Ist das Gras aber stets feucht, klettern sie bis in die Halmspitzen und warten nur darauf, dass Sie, spielende Kinder oder Ihr Haustier vorbeistreifen. Das Risiko eines Zeckenstichs im heimischen Garten ist bei nassem hohem Gras extrem erhöht.
Darüber hinaus freuen sich Nacktschnecken über den nassen, warmen Juni. Der feuchte Rasen bietet ihnen das ideale Versteck und perfekte Voraussetzungen, um über Nacht in Ihre liebevoll gepflegten Gemüse- und Blumenbeete einzufallen.
Geduld ist jetzt die beste Gartenpflege. Warten Sie unbedingt ab, bis der Dauerregen nachgelassen hat, um im Garten wieder richtig loszulegen.
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