Legendäre Raubtiere
Neue Bärenhund-Art in Spanien entdeckt
Forschende aus Spanien haben nun eine bislang unbekannte Art dieser ausgestorbenen Tiergruppe beschrieben. Die neue Art trägt den Namen Paludocyon moyasolai und liefert neue Erkenntnisse über eine Raubtierfamilie, die einst weite Teile der Nordhalbkugel bevölkerte.
Grundlage der Entdeckung war ein Schädel, der bereits in den 1990er-Jahren bei Ausgrabungen im katalanischen Els Casots gefunden worden war. Lange Zeit lag das Fossil unbeachtet in einer Sammlung. Erst Jahre später fiel Wissenschaftlern auf, dass der Schädel nicht zu einer bereits bekannten Art passte.
Auch interessant
Die Untersuchungen ergaben, dass es sich um eine eigenständige Art der Amphicyoniden handelt. Diese Tiere waren weder echte Hunde noch Bären, vereinten aber typische Merkmale beider Gruppen. Paludocyon moyasolai war vermutlich etwa so groß wie ein großer Hund und wog zwischen 50 und 70 Kilogramm – deutlich weniger als andere Bärenhunde, die bis zu 200 Kilogramm erreichen konnten.
Auffällig waren vor allem die kräftigen Backenzähne. Sie deuten darauf hin, dass der Raubtierjäger nicht nur Fleisch fraß, sondern ein vielseitiger Beutegreifer war. Wahrscheinlich jagte er kleinere und mittelgroße Tiere wie frühe Hirsche, urzeitliche Rinderartige und primitive Schweine. Die neue Art eröffnet Forschenden damit einen weiteren Blick auf die längst verschwundene Welt der Bärenhunde.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden