Eskalation in Nahost
USA greifen erneut Iran an
Das U.S. Central Command bestätigte den Beginn der Militäroperation über den Kurznachrichtendienst "X". Das US-Militär führt demnach eine Reihe "starker Schläge gegen den Iran" aus. Hintergrund für diesen Schritt sind Vorwürfe, wonach der Iran gezielt Tanker in der Straße von Hormuz angegriffen haben soll.
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"Irans gezeigte Aggression war unbegründet, gefährlich und eine klare Verletzung des Waffenstillstands", so die US-Streitkräfte. Die US-Angriffe würden darauf abzielen, auf diese Bedrohungssituation für die zivile Schifffahrt zu reagieren.
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Explosionen im Süden des Irans
Zeitgleich berichten iranische Medien über mehrere Explosionen im Süden des Landes.
Diese seien unter anderem in den Hafenstädten Sirik und Bandar Abbas sowie auf der Insel Keschm zu hören gewesen. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor.
Ölpreise steigen erneut
Die USA haben als Reaktion auf Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormuz am Dienstag eine Ausnahmegenehmigung zum Verkauf von iranischem Öl widerrufen. Die Ölpreise zogen daraufhin deutlich an, die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich nachbörslich um jeweils mehr als drei Prozent. Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete das Vorgehen des Irans als völlig inakzeptabel und warnte vor Konsequenzen. Eine Stellungnahme aus Teheran lag zunächst nicht vor.
Außerdem bekannte sich niemand zu den Angriffen. In den vergangenen Tagen waren nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO drei Tanker in und nahe der strategisch wichtigen Meerenge von unbekannten Projektilen getroffen worden.
Durch die Straße von Hormuz zwischen dem Iran und dem Oman wird etwa ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls verschifft. Für den Iran sind die Ölexporte, die in den vergangenen Jahren trotz bestehender Beschränkungen vor allem nach China ausgeweitet wurden, eine der wichtigsten Einnahmequellen.
Diplomatischer Prozess stockt
Mit dem neuen US-Angriff wächst die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation in der Region. Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den USA, Israel und dem Iran war im vergangenen Monat eine vorläufige Vereinbarung erreicht worden, die Raum für tiefere Verhandlungen schaffen sollte. Diese Gespräche stocken derzeit.
Trump hatte Iran zuletzt erneut gedroht und gesagt, es werde entweder ein Abkommen geben oder die USA würden "den Job zu Ende bringen". Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte daraufhin, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten.
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