Nach der extremen Hitzewelle Ende Juni steht Österreich laut aktuellen Langfristprognosen vor einem weiteren außergewöhnlich heißen Sommer. Meteorologen rechnen damit, dass die kurze Abkühlung nur eine Verschnaufpause bleibt. Bereits in den kommenden Wochen könnten die Temperaturen wieder deutlich ansteigen.
"Scheißsommer"
Besonders pessimistisch bewertet Meteorologe Jörg Kachelmann die aktuellen Berechnungen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF). Auf der Plattform X schrieb er: "Es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas." Die neuesten Monatsprognosen seien "ziemlich katastrophal" und ließen "kaum Hoffnung" auf eine nachhaltige Wetteränderung – auch im August.
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Von dieser Entwicklung dürfte auch Österreich betroffen sein. Die aktuellen Modelle gehen davon aus, dass sowohl der Juli als auch der August im Durchschnitt zwei bis vier Grad wärmer ausfallen könnten als im langjährigen Mittel. Besonders im Norden und Osten des Landes werden überdurchschnittliche Temperaturen erwartet.
Während derzeit vielerorts angenehme Sommertemperaturen herrschen, rechnen Experten bereits mit der nächsten Hitzewelle. Johannes Habermehl von Meteored Deutschland sagte gegenüber der Bild, die momentane Abkühlung sei lediglich "eine kurze Verschnaufpause". Für die zweite Julihälfte spreche vieles dafür, dass sich die Hitze erneut festsetze und "von Tag zu Tag noch zulegen" werde.
"Katastrophe"
Neben den hohen Temperaturen bereitet Meteorologen vor allem die Trockenheit Sorgen. Die ECMWF-Prognosen deuten für weite Teile Mitteleuropas auf deutlich unterdurchschnittliche Niederschläge hin. Auch Österreich könnte davon betroffen sein. Bleibt der Regen aus, steigt das Risiko für ausgetrocknete Böden, Wasserknappheit und eine erhöhte Waldbrandgefahr.
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Klimatologe Karsten Brandt spricht bereits von einer historischen Dürrelage. Gegenüber der Bild erklärte er: "Die Situation ist eine Katastrophe, wir haben eine historische Trockenlage." Weiter warnte er: "So gesehen haben wir 2026 einen echten Scheißsommer. Man könnte ihn auch tödlich nennen."
Damit spricht derzeit vieles dafür, dass Österreich nach dem heißen Juni noch längst nicht das Ende des Sommers erreicht hat. Stattdessen könnte die zweite Sommerhälfte von lang anhaltender Hitze, anhaltender Trockenheit und einer zunehmenden Belastung für Mensch, Natur und Landwirtschaft geprägt werden.
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