Tierquälerei

Neue Fälle schockieren die Öffentlichkeit

Immer wieder tauchen neue Fälle von Tierquälerei sowohl von Haus- als auch von Nutztieren auf.
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Katzen, Hunde, Schafe, Ziegen, Alpakas, etc. Manche Menschen lassen ihre sadistischen Neigungen an gleichgültig welchem Tier aus.
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Tierquälerei-Fälle erschüttern Netz


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Mehrere Fälle von Tierquälerei sorgen derzeit für Entsetzen. Eine laufende Petition zur Erhöhung des Strafmaßes für Tierquälerei sammelt weiterhin Unterschriften und hat bislang rund 98.000 erreicht.

Brixen im Thale: Opfer Katze

Große Empörung löst insbesondere ein Fall in Brixen im Thale in Tirol aus. Vier junge österreichische Männer sollen eine Katze gequält und anschließend getötet haben. Ein dazu veröffentlichtes Video führte zu starker Reaktion in sozialen Medien, wo auch Namen und Adressen der mutmaßlich Beteiligten verbreitet wurden. Teilweise wurde in Kommentaren sogar über gemeinsame Verfolgung der Verdächtigen gesprochen. Einer der vier Beteiligten soll auf einem Bauernhof in Brixen aufgewachsen sein. Der Kater, der getötet wurde, war ein heller rötlicher Kater namens "Schmotzer". Zusätzlich wird in sozialen Medien behauptet, dass im Umfeld des Tatortes vermehrt Katzen verschwunden seien, wodurch die Frage aufgeworfen wird, ob es möglicherweise weitere Opfer geben könnte.

Pößneck, Thüringen: Opfer Hund

In der Stadt Pößneck im Saale-Orla-Kreis in Thüringen ereignete sich ein weiterer Fall, der im November 2025 stattgefunden haben soll, aber erst kürzlich bekannt wurde. Einer 21-jährigen Frau und einem 41-jährigen Mann wird vorgeworfen, die Hündin Jette schwer misshandelt und anschließend getötet zu haben. Nach derzeitigen Ermittlungsannahmen soll die Hündin zunächst mit Medikamenten vergiftet und danach stranguliert worden sein.

Zudem wird auf Grundlage von in sozialen Medien veröffentlichten Chatverläufen berichtet, dass die Hündin zuvor über längere Zeit gezwungen worden sein soll, schädliche Substanzen wie Geschirrspültabs und Tabletten aufzunehmen, wobei sie wiederholt Blut erbrochen habe. Schließlich soll die Hündin erstickt worden sein. Die Ermittlungen dauern an, es gilt die Unschuldsvermutung. Auch in diesem Fall kommt es in sozialen Medien zu starker Empörung und teils zu Gewaltaufrufen.

Wie im Fall aus Tirol wurden auch hier Namen und Adressen im Internet verbreitet. Auch wenn der Fall nicht in Österreich, sondern in Deutschland stattgefunden hat, verdeutlicht er, dass es sich bei Tierquälerei nicht um isolierte Einzelfälle handelt, sondern um ein wiederkehrendes gesellschaftliches Problem, das über Ländergrenzen hinweg ähnliche Fragen aufwirft.

Wien Favoriten: Opfer Ziegen, Schafe, Alpakas

Im Kurpark Oberlaa in Wien-Favoriten kam es ebenfalls zu einem Vorfall im Bereich eines Tiergeheges. Vier Jugendliche sollen über einen Zaun geklettert sein und dort Alpakas, Ziegen und Schafe durch die Anlage gejagt haben. Bei den Jugendlichen soll es sich um arabisch sprechende Personen gehandelt haben. Sie sollen einen Schlagstock und ein Messer bei sich getragen haben, wobei der genaue Ablauf und die Absichten noch unklar sind. Der Vorfall ereignete sich zeitlich nahe dem islamischen Opferfest; ein Zusammenhang mit rituellem Schächten wurde jedoch nicht festgestellt. Als ein 57-jähriger Mann eingriff und die Gruppe aufforderte, das Gehege zu verlassen, eskalierte die Situation.

Laut Polizei und Medien wurde er mit einem Messer bedroht und anschließend mit einem Schlagstock attackiert, wobei er eine Kopfverletzung erlitt und medizinisch behandelt werden musste. Die Täter flüchteten anschließend, eine Fahndung blieb zunächst erfolglos. Die Tiere wurden dabei nicht verletzt. Der Vorfall führt in Wien zu Diskussionen über Sicherheit in Parks und den Schutz von Tiergehegen.

Schärferes Vorgehen gegen Tierquäler

Tierschutzorganisationen sehen angesichts dieser und weiterer Fälle die Notwendigkeit verschärfter gesetzlicher Maßnahmen gegen Tierquälerei. Auch Tierschutz Austria äußert sich dazu und fordert strengere Gesetze in einem offenen Brief an die zuständige Bundesministerin Anna Sporrer.

Darin heißt es:

"Das derzeitige Sanktionsniveau ist weder geeignet, abschreckend zu wirken, noch werde es dem massiven Leid der betroffenen Tiere gerecht. Tierquälerei sei zudem häufig eine Vorstufe oder ein Begleitsymptom von Gewalt gegen Menschen. Studien zeigten signifikante Zusammenhänge: Tierquälerei könne ein frühes Warnsignal für antisoziales Verhalten und spätere Gewaltkriminalität gegenüber Menschen sein. Untersuchungen aus den USA und Europa deuteten darauf hin, dass zahlreiche Serienmörder in ihrer Jugend Tiere misshandelt hätten. Diese Zusammenhänge würden verdeutlichen, dass Tierquälerei nicht nur ein Tierschutzproblem, sondern auch ein gesellschaftliches Warnsignal darstelle."

Tierquäler bei Polizei melden

Wer Fälle von Tierquälerei beobachtet, sollte diese unbedingt bei der Polizei melden. Egal, ob es sich um eine Person handelt, die einen Hund schlägt oder ob Tiere artwidrig geh'alten werden – nur wenn vermutete Missstände gemeldet werden, kann Tierquälerei bekämpft werden.

Diverse Tierschutzorganisationen können dazu kontaktiert werden. Bei Gefahr in Verzug sollte jedoch unbedingt die Polizei verständigt werden.

Die Petition zur Erhöhung des Strafmaßes bei Tierquälerei kann weiterhin unterzeichnet werden.

Auf animal-spirit.at findest du unter dem Register "Helfen" Petitionen.

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