Kammer-Präsident

Kanzler greift durch: ÖVP wirft Ruck raus

Ein Mann im Anzug spricht bei einer Pressekonferenz im Wiener Rathaus am Rednerpult.
© APA/HERBERT NEUBAUER
Wie oe24 aus Parteikreisen erfuhr, zieht Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) in der Causa Ruck erste Konsequenzen. Er soll aus der Partei geworfen werden.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Causa Ruck spitzt sich immer weiter zu. Wie oe24 aus Parteikreisen erfuhr, zieht Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) nun erste Konsequenzen. Für morgen Abend ist dem Vernehmen nach online eine Sitzung des Parteivorstands einberufen. Dort sollen dann die Vorwürfe rund um Ruck besprochen sowie "die richtigen Schritte" gesetzt werden.

Stocker hatte bereits vor einigen Tagen Aufklärung in der Causa gefordert. Ruck äußerte sich bislang allerdings nicht öffentlich dazu, weswegen der Kanzler nun die Reißleine zieht, wie aus ÖVP-Kreisen zu hören ist.

Ein glatzköpfiger Mann im Anzug steht vor einem Mikrofon bei einer Pressekonferenz.
Kanzler Stocker will jetzt durchgreifen. © APA/MAX SLOVENCIK

Ruck soll aus der Partei fliegen

Im Organisationsstatut der ÖVP heißt es, dass "parteischädigendes Verhalten" ein Ausschlussgrund sei. Für den Ausschluss an sich ist aber die territorial zuständige Landesparteiorganisation zuständig, also Wien. Nur bei Direktmitgliedern entscheidet der Bundesparteivorstand.

Allerdings heißt es auch, dass bei Funktionären oder Mandataren, "deren Wirkungen über ein einzelnes Bundesland hinausgehen, insbesondere solchen, deren Auswirkungen zu einer Schädigung des Ansehens der Gesamtpartei führen, kann der Bundesparteivorstand die Entscheidung über den Ausschluss an sich ziehen." Demnach könnte Ruck also über den Bundesparteivorstand ausgeschlossen werden.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden