"Reste aufwärmen"
Samsung spottet über Apples faltbares iPhone Duo
Kaum hatte der US-Riese Apple sein lang ersehntes, erstes faltbares Smartphone mit dem Namen iPhone Duo offiziell präsentiert, holte der südkoreanische Erzrivale Samsung auch schon zum verbalen Rundumschlag aus. Auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) postete Samsung eine giftige Spitze in Richtung Cupertino: "Lasst uns wissen, wenn ihr mit dem Aufwärmen unserer Reste fertig seid." Dieser hämische Beitrag ging im Netz sofort viral und erreichte innerhalb kürzester Zeit über elf Millionen Menschen weltweit.
Auch interessant
Samsung vertreibt bereits seit dem Jahr 2019 erfolgreich faltbare Smartphones und sieht sich selbst als unangefochtener Pionier auf diesem Gebiet. Der Vorwurf, Apple habe die Technologie lediglich kopiert, steht seither im Raum. Das iPhone Duo sorgt im Netz aber auch wegen seiner beachtlichen Ausmaße für reichlich Gesprächsstoff. Das faltbare Gerät wächst im aufgeklappten Zustand von einem handlichen 5,4-Zoll-Außendisplay auf einen riesigen, 7,6 Zoll großen Innenbildschirm an. Damit verbaut Apple das größte Display, das jemals in einem iPhone zu finden war.
Der Vorteil des Zuspätkommens: Aus den Fehlern der Konkurrenz lernen
Hat Apple also tatsächlich nur bei der Konkurrenz abgekupfert? Der Digitalexperte Jean-Claude Frick vom Schweizer Vergleichsportal Comparis sieht die Situation gegenüber "20 Minuten" differenzierter. Zwar habe Samsung unbestreitbar wichtige Pionierarbeit geleistet, Apple habe den Markt jedoch ganz bewusst über Jahre hinweg intensiv beobachtet. Man wollte abwarten, wie die oft fehleranfälligen Falt-Handys bei den breiten Kundenmassen ankommen. Diese Strategie ist für Apple nicht neu – schon beim allerersten iPhone war der Konzern schließlich nicht der Erfinder des Mobiltelefons, sondern hat eine bestehende Technologie perfektioniert.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Ein riesiger Pluspunkt für das iPhone Duo liegt laut dem Experten in der Software-Architektur:
- Bei bisherigen Foldables auf dem Markt füllen viele Apps den zusätzlich gewonnenen Platz auf dem großen Display oft nicht sinnvoll aus.
- Apple hat hier einen enormen Startvorteil, da App-Entwickler ihre Anwendungen durch das iPad-Ökosystem bereits seit Jahren für größere Formate optimiert haben.
Die Nachteile: Astronomischer Preis und Abstriche bei der Kamera
Trotz aller Begeisterung bringt das iPhone Duo für einen stolzen Einstiegspreis von 2319 Euro auch spürbare Nachteile mit sich. Für Digitalexperte Jean-Claude Frick stehen dabei vor allem die Faktoren Preis, Robustheit und die verbaute Kamera im Fokus seiner Kritik. Besonders bitter für Käufer: Wer fast 2320 Euro für das teuerste iPhone aller Zeiten hinblättert, bekommt paradoxerweise nicht die beste Kamera des Herstellers.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
In dem extrem dünnen Gehäuse eines Foldables fehlt schlichtweg der physische Platz für die ausladenden und hochentwickelte Kameratechnik der Pro-Modelle – ein Problem, mit dem im Übrigen auch Samsung bei seinen Geräten kämpft. Zudem bleibt die Frage der langfristigen Robustheit offen. Das iPhone Duo ist zwar offiziell gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt, wie sich das hochkomplexe mechanische Scharnier jedoch nach mehreren Jahren im harten Dauereinsatz schlagen wird, lässt sich zum Verkaufsstart noch überhaupt nicht seriös beurteilen.
Ein echtes Luxus-Statement für Gutbetuchte
Für wen lohnt sich diese enorme Investition also überhaupt? Das iPhone Duo richtet sich ganz klar an eine anspruchsvolle Nische. Es ist ein echtes Luxus-Statement für Menschen, die unterwegs viel arbeiten, lesen, Videos konsumieren oder intensives Multitasking mit mehreren Apps gleichzeitig betreiben möchten – und dafür bisher neben dem Smartphone immer auch ein Tablet mitschleppen mussten. Der Durchschnittsnutzer, der sein Handy hauptsächlich für Chats, Schnappschüsse und soziale Medien nutzt, ist mit einem klassischen iPhone weitaus besser und günstiger bedient.
Trotz des astronomischen Preises prognostiziert Frick einen großen Verkaufserfolg für das iPhone Duo. Apple-Kunden sind extrem markentreu und erhalten nun endlich die Möglichkeit, ein faltbares Gerät zu nutzen, ohne ihr gewohntes Betriebssystem verlassen zu müssen. Allerdings könnte das komplexe Herstellungsverfahren schnell zu einem Nadelöhr werden. Da Falt-Handys in der Produktion ungleich komplizierter sind als herkömmliche Smartphones, rechnet der Experte bereits kurz nach dem Verkaufsstart mit spürbaren Lieferengpässen.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden