Reform-Diskussion
Showdown um ORF beginnt
Zweitägige Diskussionsveranstaltung soll Grundlagen für eine größere ORF-Reform erarbeiten.
Zweitägiges "Zukunftsforum"
Im Kultur- und Medienministerium beginnt heute ein zweitägiges "Zukunftsforum", bei dem Grundlagen für eine größere ORF-Reform erarbeitet werden sollen.
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In mehreren Keynotes, Panels und Arbeitsgruppen sollen wesentliche Themenfelder für einen öffentlichen-rechtlichen Rundfunk der Zukunft besprochen werden. Dabei geht es etwa um den Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz, künftige Strukturen und Finanzierungsmodelle und um Kooperationen.
Eröffnet und beendet wird die Veranstaltung, zu der auch Livestreams angeboten werden, von Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ). Die jetzige ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher und ihr designierter Nachfolger Clemens Pig beteiligen sich mit Vorträgen und an Arbeitsgruppen.
Gesamtreform des ORF
Babler sprach eingangs am Donnerstag von einer Gesamtreform des ORF. Er will die Unabhängigkeit stärken.
Es solle ein großer Konvent werden, der, "kein einfaches Vorhaben" sei. Babler beklagte ein nicht immer positives Echo. Er will ein Ergebnis "so schnell wie möglich".
Streit in der Koalition
Den Koalitionspartner, die ÖVP, attackierte Babler bei seiner Stellungnahme vor Beginn der Gespräche. VP-General Markus Gstöttner forderte ein Ende der Haushaltsabgabe und eine Finanzierung des ORF über das Budget. Gstöttner wolle sich "profilieren", meinte Babler. Er "sehe keine Notwendigkeit, etwas zu ändern", was im Regierungsprogramm vereinbart ist.
"Wenn ich eine konkrete Vorstellung hätte"
Wie es mit den Gremien im ORF, der Struktur, weitergehen soll, zeigte sich der Vizekanzler eher ratlos: "Wenn ich eine konkrete Vorstellung hätte, würde ich nicht den großen Beteiligungsprozess machen."
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