Keine Einigung

Streit um Lugner-Villa: Millionen-Deal geplatzt!

Eine Frau und ein Mann sitzen im Gerichtssaal an einem Holztisch vor einem Monitor.
© oe24
Keine Versöhnung im Wiener Justizpalast: Die große Hoffnung auf einen schnellen Millionen-Kompromiss im Erbschaftsstreit um Baumeister Richard Lugner ist am Freitag jäh geplatzt. Nach gut einer Stunde im Gerichtssaal steht fest, dass zwischen Witwe Simone Lugner und der Lugner-Privatstiftung bezüglich der Räumungsklage der Döblinger Nobelvilla weiterhin eine tiefe Kluft herrscht.
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Die Hoffnung auf einen spektakulären Befreiungsschlag hat sich binnen kürzester Zeit zerschlagen. Die juristische Auseinandersetzung zwischen Simone Lugner und der Lugner  Privatstiftung steuert vor dem Wiener Richterstuhl keineswegs einem friedlichen Ende entgegen. Was im Vorfeld der Verhandlung noch wie eine greifbare Chance auf einen außergerichtlichen Millionen-Vergleich aussah, erwies sich nach nur 60 Minuten im Gerichtssaal als Illusion.

Im Zentrum der Causa steht unverändert die angestrebte Delogierung der Baumeister-Witwe aus der repräsentativen Immobilie im Wiener Nobelbezirk Döbling. Statt der im Vorfeld kolportierten Annäherung prallten die gegensätzlichen Positionen vor Gericht erneut mit voller Härte aufeinander, wodurch eine einvernehmliche Lösung vorerst in weite Ferne gerückt ist.

Gegenangebot bringt keine Wende

Zwar brachte die Gegenseite ein überarbeitetes Offert auf den Tisch, doch erwies sich dieses keineswegs als die erhoffte Brücke über den tiefen Graben. Obwohl die exakten Zahlen des neuen Gegenangebots der Privatstiftung unter Verschluss gehalten werden, drang rasch aus dem Umfeld der Beteiligten durch, dass die Vorstellungen der beiden Parteien nach wie vor Welten voneinander entfernt sind.

Simone Lugner war bekanntlich ursprünglich mit einer Forderung von 24 Millionen Euro an die Öffentlichkeit getreten, während das Fundament der Stiftung bei verhaltenen drei Millionen Euro angesetzt war. Das nachgebesserte Angebot reichte offenkundig keineswegs aus, um die gegenseitigen Ansprüche in Ausgleich zu bringen.

Frau steht im modernen, hellen Wohnzimmer mit großen Fenstern und vielen Pflanzen.
Simone in der Lugner-Villa. © Andreas Tischler / Vienna Press

Der Nervenkrieg geht weiter

Ein zeitnaher Generalvergleich, der den Auszug der Witwe gegen eine angemessene finanzielle Entschädigung geregelt hätte, ist damit vorerst vom Tisch. Für alle Beteiligten bedeutet dieses Vorgehen eine Fortsetzung der monatelangen medialen wie emotionalen Zerreißprobe.

Kurz vor dem Betreten des Gerichtssaals hatte sich Simone Lugner gegenüber oe24 noch optimistisch gezeigt und betont, dass ein Generalvergleich für alle die beste Lösung wäre, sofern beide Seiten aufeinander zugehen. Dieser Schritt ist am heutigen Freitag ausgeblieben. Die Zeugenbefragungen und das zähe Ringen um die Rechte an der Döblinger Villa werden somit vorerst ohne finales Urteil weitergehen.

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