Wütend
Eklat um Lugner-Park: Auch Mausi schießt scharf!
Hier die Story im Oe24 E-Paper lesen
Der Wirbel um das Andenken an Mörtel geht in die nächste Runde: Die Entscheidung der Wiener Straßennamen-Kommission, die Benennung eines Parks nach Richard Lugner vorerst abzulehnen, sorgt bei seinen Hinterbliebenen, Freunden und Fans für völliges Unverständnis.
Nachdem bereits Witwe Simone ihren Frust öffentlich machte, zeigt sich die Damenriege des Baumeisters geschlossen entsetzt. Im oe24-Talk stellte Mausi stellt klar, dass Mörtel kein Mensch war, den man einfach so mir nichts, dir nichts aus dem Gedächtnis streichen kann: "Richard Lugner war kein Mensch, den man einfach vergessen kann. Und schon gar nicht jemand, der in Wien spurlos verschwunden ist."
Auch interessant
"Er gehörte zu dieser Stadt wie der Stephansdom"
Als langjährige Ehefrau kenne sie eben nicht nur die öffentliche Kunstfigur "Mörtel", sondern vor allem den Mann dahinter. Im oe24-Talk fand sie emotionale Worte für ihren Ex-Partner: "Ich habe Richard viele Jahre als Ehemann erlebt und kenne deshalb nicht nur den öffentlichen 'Mörtel', sondern auch den Menschen dahinter. Er war ein außergewöhnlicher Mensch mit enormer Energie, großem Herzen und einer unglaublichen Leidenschaft für Wien."
Er habe für die Bundeshauptstadt gebaut, investiert und Tausenden Menschen Arbeitsplätze sowie Unterhaltung geschenkt. Dabei sei er mutig vorangegangen, wo andere zögerten: "Ja, er war manchmal laut, manchmal provokant und sicher nicht immer bequem. Aber genau solche Persönlichkeiten fehlen einer Stadt, wenn sie nicht mehr da sind."
Für Mausi steht fest, dass ihr exzentrischer Ex-Mann untrennbar mit dem Wiener Kolorit verbunden bleibt. Im Talk bringt sie es auf den Punkt: "Richard war eine Wiener Institution. Er gehörte zu dieser Stadt wie der Stephansdom, der Prater oder der Wiener Schmäh. Man konnte über ihn lachen, sich über ihn ärgern oder mit ihm diskutieren – aber gleichgültig ließ er niemanden."
Enttäuschung über die Wende der Stadt Wien
Die finale Park-Absage trifft die Baumeister-Ex deshalb umso härter. Dass die Zusage nach seinem Tod plötzlich wieder ins Wanken geraten ist, stößt bei ihr auf völliges Unverständnis: "Deshalb finde ich es sehr traurig und auch enttäuschend, dass die geplante Benennung eines Parks nach ihm nun nicht stattfinden soll. Wenn eine Stadt einem Menschen, der über Jahrzehnte so viel bewegt und zum Wiener Stadtbild beigetragen hat, einen Park widmen möchte, dann sollte man das nach seinem Tod nicht wieder infrage stellen."
Dieser Instagram Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Instagram“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Fehlerlos sei er zwar nie gewesen, doch seine Einzigartigkeit stehe außer Frage. Genau das mache sein Erbe schließlich aus: "Richard hätte diese Anerkennung verdient. Nicht, weil er fehlerlos war. Sondern weil er einzigartig war. Und vielleicht ist genau das die schönste Erinnerung an ihn: Richard Lugner musste nie perfekt sein, um unvergessen zu bleiben."
Ihr abschließender Appell im oe24-Talk lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Wien hat ihm viel zu verdanken. Und ein kleines Stück Wien könnte nun ihm gehören."
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden