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Trotz Abzocker-Preisen: Hier gibt es billige Schnäppchen

So warm ist das Mittelmeer
© Getty Images
Der Sommerurlaub 2026 wird in vielen Ländern richtig teuer, wobei Kroatien, Frankreich und Mallorca allen voran gehen. Wer flexibel bleibt, findet aber noch günstige Ziele und spart Geld.
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Der Sommer 2026 bestätigt, was sich schon im Frühjahr abzeichnete: Wer jetzt noch bucht, zahlt kräftig drauf. Flüge, Hotels und Pauschalreisen haben in der Hochsaison ein Preisniveau erreicht, das viele Familien an ihre Belastungsgrenze bringt. Gestiegene Betriebskosten, eine ungebrochen hohe Nachfrage und neue Steuern schlagen in den Hauptreisewochen voll durch. Wer stur an den gewohnten Zielen festhält, zahlt oft deutlich mehr als im Vorjahr. Wer dagegen flexibel bleibt, findet in Europa noch immer spürbare Preisunterschiede.

Preisschock am Mittelmeer

Länder, die lange als günstige Mittelmeerziele galten, haben ihren Preisvorteil in diesem Jahr endgültig verloren. Kroatien war einst das Budget-Ziel für Familien schlechthin. Seit der Euro-Einführung 2023 und kräftigen Preissteigerungen im Tourismus hat das Land inzwischen das Niveau von Spanien und Griechenland erreicht – teils liegt es sogar darüber. Auch Frankreich und Portugal treffen Urlauber hart. In Frankreich lagen die Preise für Familienurlaube bereits im Frühjahr um 56 Prozent über dem Vorjahreswert. Portugal, vor allem die Algarve und Lissabon, verzeichnete Zuwächse von mehr als 26 Prozent und verabschiedet sich damit von seinem Ruf als Sparziel.

Auf Mallorca schlagen weniger die Flugpreise zu Buche als die Nebenkosten vor Ort. Eine Strandliege kostet in diesem Jahr teils 67 Prozent mehr als im Vorjahr, die Tagesmiete stieg von 6 auf 10 Euro. In den Niederlanden macht sich die Mehrwertsteuererhöhung von 9 auf 21 Prozent bei Übernachtungen bemerkbar. Ein typischer Sommerurlaub kostet dadurch schnell über 100 Euro mehr – allein durch die Steuer. Wer der Hitze in den Norden entkommen will, zahlt ebenfalls drauf. Urlaub in Norwegen kostet 34 Prozent mehr als in Deutschland, Island toppt die Liste mit einem Preisniveau von plus 49 Prozent.

Die echten Schnäppchen

Während die klassischen Ziele teurer werden, gibt es in Europa weiterhin Regionen, die das Budget schonen. Bulgarien und Nordmazedonien sind laut dem deutschen Statistischem Bundesamt die Spar-Sieger der Saison. Bulgarien lockt trotz der Euro-Einführung Anfang 2026 zusätzlich mit Flugpreisen, die teils 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Ein Tagesbudget inklusive Unterkunft und Essen liegt dort bei 35 bis 50 Euro. Auch Zypern und Malta lohnen einen Blick. Auf Zypern sind die Preise für den Sommer im Vergleich zum Vorjahr um etwa 10 Prozent gesunken, Malta liegt aktuell rund 20 Prozent unter dem deutschen Preisniveau.

Tipps für Spätbucher

Wer sein Reiseziel neu denkt statt nur Preise zu vergleichen, kommt am weitesten. Frankreich und Kroatien sollten Sparfüchse in diesem Jahr eher meiden. Strände am Schwarzen Meer oder die Inseln Zypern und Malta bieten aktuell das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch der Abflugtag zählt. Wer antizyklisch reist, spart oft erheblich: Ein Abflug am Dienstag oder Mittwoch ist meist günstiger als der klassische Wechseltag am Samstag.

Nebenkosten entscheiden am Ende oft über das Urlaubsbudget. Ein günstiges Hotel auf Mallorca nützt wenig, wenn Busfahrten, All-Inclusive-Upgrades und Strandliegen die Ersparnis wieder auffressen. In Ländern wie Bulgarien oder Nordmazedonien sparen Urlauber dagegen nicht nur bei der Anreise, sondern jeden Tag beim Essen und bei Aktivitäten vor Ort. Familien spüren die Entwicklung in diesem Sommer besonders deutlich – vier Flugtickets und feste Ferientermine lassen kaum Spielraum. Wer flexibel bleibt und von den gewohnten Zielen abweicht, kann den Sommer 2026 trotzdem genießen, ohne das Urlaubsbudget zu sprengen.

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