Altglietzen (Brandenburg) – Im Osten Deutschlands hat die Suche nach der vermissten Lisa ein tragisches Ende genommen. Die Polizei entdeckte am Sonntag auf einem Anwesen in Altglietzen im Landkreis Märkisch-Oderland die Leiche der 13-Jährigen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber BILD, dass es sich um das vermisste Mädchen aus Berlin-Marzahn handelt.
Besonders dramatisch: Neben der Leiche wurde ein schwer verletzter, bislang unbekannter Mann gefunden. Er soll sich die Verletzungen selbst zugefügt haben. Der Tatverdächtige wurde ins Krankenhaus gebracht und befindet sich in kritischem Zustand. Die Polizei war gegen 12 Uhr ursprünglich wegen eines möglichen Hausfriedensbruchs alarmiert worden.
Der Fundort liegt nahe der polnischen Grenze und mehr als 50 Kilometer von Lisas Zuhause in Berlin-Marzahn entfernt.
Lisa verschwand auf dem Weg zur Schule
Lisa hatte am Dienstag, dem 3. November, gegen 7.17 Uhr die Wohnung ihrer Familie in Berlin-Marzahn verlassen. Zehn Minuten später wollte sie den Bus 197 Richtung Mahlsdorf/Kaulsdorf nehmen. Die Haltestelle lag rund 400 Meter von ihrem Zuhause entfernt. Der Bus hätte sie zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße bringen sollen. Dort kam sie allerdings nie an.
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Überwachungskamera zeichnete letzte Minuten auf
Eine Überwachungskamera in der Wohnung filmte Lisa kurz vor ihrem Verschwinden. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie das Mädchen schwarz gekleidet und mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze durch den Flur geht und kurz darauf das Haus verlässt.
Große Suchaktion mit Hunderten Einsatzkräften
Die Polizei hatte tagelang mit einem Großaufgebot nach der Schülerin gesucht. Am Samstag waren 220 Beamte im Einsatz, auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Gebiet. Am Sonntag wurde die Suche mit mehr als 100 Einsatzkräften fortgesetzt.
Die Ermittler suchten unter anderem Grünanlagen und die Umgebung des Kaufparks Eiche ab, gingen von Tür zu Tür und befragten Anwohner. Auch Spürhunde kamen zum Einsatz.
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