Verrückter Prozess

Verurteilter Terrorist klagte Disney wegen Swift-Doku

Beran A. (21) plante den Swift-Terror-Anschlag
© zVg:so zeigtesich der zu 15 Jahre Haft verurteilte
Weil in der Doku „The End of an Era“ über Taylor Swift das Haus der Familie von Beran E. zu sehen war, will der zu 15 Jahren verurteilte verhinderte Attentäter eine Entschädigung von Disney+. Heute findet dazu tatsächlich ein Prozess statt,
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Wien. Die bekannte Vorgeschichte samt Urteil: Im Sommer 2024 sollte US-Superstar Taylor Swift im Rahmen zweimal  in Wien auftreten, was ein 21-jähriger IS-Fan aus Niederösterreich mit Attentaten bei oder am Rande der Auftritte spektakulär torpedieren wollte. Der Anschlag konnte zum Glück vereitelt werden und Beran A. wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der mitangeklagte Arda K. wurde im selben Prozess zu 12 Jahren Haft verurteilt.

Taylor Swift-Doku sorgt erneut für unerwarteten Gesprächsstoff.
Taylor Swift-Doku sorgt erneut für unerwarteten Gesprächsstoff. © Disney+

Knapp ein halbes Jahr später kommt die Causa nun noch einmal vor Gericht - mit einem unerwarteten Twist. Der verurteilte Terrorist Beran A. hat den US-Konzern Walt Disney nämlich auf Entschädigung geklagt, weil in einer sechsteiligen Disney+-Doku über Taylor Swift („The End of an Era“) das Haus der Familie von Beran E. in Niederösterreich mitsamt Straßenschild gezeigt wurde.

Die Wiener Kanzlei Suppan und Partner vertritt den Standpunkt, dass hierbei Persönlichkeitsrechte verletzt wurden und beruft sich auf § 7a des österreichischen Mediengesetzes („Schutz vor Bekanntgabe der Identität in besonderen Fällen“). Ob und in welcher Höhe ein Anspruch besteht, hängt unter anderem von der enormen Reichweite der weltweit ausgestrahlten Disney-Produktion ab.

15 Jahre Haft! Swift-Attentäter Beran A. schuldig
15 Jahre Haft! Swift-Attentäter Beran A. schuldig gesprochen. © oe24

Der durchaus als absurd zu wertende Prozess findet heute Vormittag am Wiener Straflandesgericht statt. Ein großer Saal ist nicht notwendig, denn weder Beran B. selbst noch Vertreter der Beschuldigten aus den USA werden zur Verhandlung kommen. Beide Seiten werden von Wiener Anwälten vertreten

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