FIFA-Eklat

Wegen Balogun: USA droht WM-Ausschluss

Ein US-Spieler verlässt mit Betreuern und Schiedsrichter während eines Fußballspiels den Platz.
© APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
Der beispiellose Freispruch für US-Stürmer Folarin Balogun (25) könnte für den WM-Mitgastgeber ein bitteres Nachspiel haben.
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Nachdem der Weltverband die automatische Sperre des Angreifers nach einem Anruf von Donald Trump aufgehoben hatte, prüfen die Belgier nun rechtliche Schritte. Im schlimmsten Fall drohen den USA drastische Konsequenzen am grünen Tisch.

Die Statuten der Fußball-Weltmeisterschaft sind in diesem Punkt eigentlich unmissverständlich. Artikel 10.5 des offiziellen WM-Reglements besagt klar, dass jede rote Karte eine automatische Sperre für das darauffolgende Spiel nach sich zieht. Der belgische Fußballverband RBFA sieht in der überraschenden Begnadigung Baloguns durch den FIFA-Disziplinarausschuss nach einem Telefonat zwischen Boss Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump eine grobe Wettbewerbsverzerrung.

SAN FRANCISCO BAY AREA, UNITED STATES - JULY 1: Folarin Balogun of USA receiving a red card from Referee Raphael Claus during the World Cup match between USA v Bosnia and Herzegovina at the San Francisco Bay Area Stadium on July 1, 2026 in San Francisco Bay Area United States (Photo by Eric Verhoeven/Soccrates/Getty Images)
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Sollte Balogun im Achtelfinale in Seattle tatsächlich auf dem Platz stehen und Belgien das Match verlieren, werden die "roten Teufel" offiziellen Protest einlegen, das kündigte der RBFA dem US-Nationalteam bereits vor Anpfiff laut Medienberichten an. Sportrechtler halten es für denkbar, dass ein solcher Einspruch Erfolg haben könnte. Die Konsequenz wäre eine nachträgliche Strafverifizierung des Spiels mit 3:0 für Belgien.

US-Aus trotz Aufstieg möglich

Damit könnten die USA trotz eines sportlichen Sieges am grünen Tisch aus dem eigenen Turnier eliminiert werden. Die FIFA argumentiert zwar mit dem Artikel 27 ihres Disziplinarreglements, der eine Aussetzung von Strafen auf Bewährung ermöglicht, doch das WM-Sonderreglement gilt unter Experten als rechtlich bindender.

Nicht nur Belgien, auch der vorherige Gegner Bosnien-Herzegowina beobachtet die Situation genau. Da der Freispruch eine Signalwirkung für das gesamte Turnier hat, fordern mehrere europäische Verbände eine sofortige Klärung durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Die kommenden Stunden vor dem Anpfiff werden zeigen, ob US-Trainer Mauricio Pochettino das immense Risiko eingeht und seinen Top-Stürmer trotz der drohenden rechtlichen Lawine von Beginn an bringt.

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