Frankreich

Wegen Hitze: Land schaltet Gaskraftwerk ab

Ein deutsch-französisches Museum auf dem "Berg des Todes"
© APA
Wegen der hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer hat der französische Energiekonzern EDF am späten Donnerstagabend ein Gaskraftwerk in Südfrankreich vom Netz genommen.
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Die Anlage in Martigues mit einer Leistung von 930 Megawatt wurde abgeschaltet, da der Zugang zu Kühlwasser eingeschränkt war. Damit musste in diesem Sommer zum ersten Mal ein französisches Gaskraftwerk hitzebedingt den Betrieb einstellen. Zuletzt war dies 2022 der Fall.

Der Ausfall verschärft die angespannte Lage der französischen Energieversorgung. Aufgrund zu warmer Flüsse fehlen bereits 4,9 Gigawatt an Kernkraftkapazität, weitere 2,5 Gigawatt sind durch niedrige Wasserstände nicht verfügbar.

Während Gaskraftwerke nur einen kleinen Teil des französischen Energiemixes ausmachen, liefert die Kernkraft rund 70 Prozent des Stroms. Die aktuellen Kapazitätsverluste entsprechen etwa 14 Prozent der gesamten Kernkraftkapazität des Landes. "Wir haben zwei Wellen klimabedingter Ausfälle erlebt, die in ihrem Ausmaß und Zeitpunkt beispiellos waren und Reaktoren betrafen, die normalerweise davon verschont bleiben", sagte Thibault Laconde, Gründer des Klimadaten-Analyseunternehmens Callendar, der Nachrichtenagentur Reuters.

Am Freitag dürften weitere Kernreaktoren ihre Leistung drosseln. Zwar soll die Hitzewelle dem Wetterdienst MeteoFrance zufolge in den kommenden Tagen abklingen, wegen des fehlenden Regens verschärft sich die Dürre im Land jedoch weiter.

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