Ratgeber

Zu dieser Uhrzeit verschwinden Wespen

Fliegende Wespe von unten vor schwarzem Hintergrund, Flügel ausgebreitet.
© Getty Images
Wespen können im Sommer beim Grillen oder Kaffeetrinken auf der Terrasse zur echten Zerreißprobe für die Nerven werden. Doch ein Blick auf die Uhr und das Wetter verrät, ab wann man wieder völlig ungestört im Freien essen und entspannen kann.
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Für viele Menschen gehören Wespen zu den lästigsten Begleitern der warmen Jahreszeit. Sobald der Grill angeworfen oder die Limonade eingeschenkt wird, lassen die ungebetenen Gäste meist nicht lange auf sich warten. Wer jedoch einen entspannten Abend auf dem Balkon oder im Garten verbringen möchte, kann aufatmen. Die Aktivität der Plagegeister nimmt mit fortschreitender Stunde drastisch ab.

Die Wespenarten, die uns im Alltag am häufigsten begegnen und das Essen streitig machen, sind fast ausschließlich tagaktiv. Hierzu gehören allen voran die Deutsche Wespe sowie die Gemeine Wespe. Da sich diese Insekten stark an Licht und Temperatur orientieren, fliegen sie vor allem bei Helligkeit und Wärme aus, um Nahrung zu beschaffen. Sobald es am Abend merklich kühler und dunkler wird, ändert sich das Verhalten der Tiere schlagartig. Laut dem bekannten Pflanzen-Magazin "Hortica" ziehen sich die Insekten mit der einsetzenden Dämmerung nach und nach in ihr schützendes Nest zurück. Im Hochsommer ist dies in der Regel ab etwa 21 Uhr oder kurz danach der Fall. Eine fixe Uhrzeit für jeden Tag gibt es allerdings nicht, da die Aktivität stark vom aktuellen Wetter beeinflusst wird.

Nahaufnahme einer Wespe auf einer Holzoberfläche mit grünem Hintergrund.
Wespe © Getty Images/500px

Wettereinfluss auf das Verhalten der Tiere

Ob die Wespen früher oder später Feierabend machen, hängt stark von den äußeren Bedingungen ab. An besonders heißen, schwülen Sommertagen bleiben die Tiere oft deutlich länger aktiv und schwärmen noch bis spät in die Nacht hinein aus. Kühler Wind oder ein plötzlicher Temperaturabfall am Abend hingegen sorgen dafür, dass die Wespen deutlich früher in ihren Nestern verschwinden. Für die Planung eines Abendessens im Freien ist daher der Übergang vom hellen Tag zur Dämmerung der entscheidende Indikator.

Wer ungestört essen möchte, sollte sich an folgenden Punkten orientieren:

  • Helligkeit beobachten: Lässt das Tageslicht nach, sinkt die Flugaktivität der Wespen rapide.
  • Temperatur spüren: Sobald es abends spürbar abkühlt, ziehen sich die Insekten zurück.
  • Wetterlage checken: An windigen oder regnerischen Abenden hat man meist schon viel früher Ruhe vor den Tierchen.

Schlafverhalten und Gefahren in der Dunkelheit

Doch was machen Wespen eigentlich, wenn sie sich in ihr Nest zurückgezogen haben? Entgegen der weitverbreiteten Annahme halten Wespen keinen durchgehenden Schlaf, wie wir Menschen es tun. Im Nest selbst bleibt es auch nachts recht geschäftig. Die Tiere folgen einem ganz eigenen biologischen Rhythmus, der aus abwechselnden Ruhe- und Aktivitätsphasen besteht.

Obwohl die gezielte Nahrungssuche nach Sonnenuntergang eingestellt wird, ist die Gefahr von schmerzhaften Wespenstichen im Dunkeln nicht gänzlich gebannt. Zu Unfällen kommt es am Abend jedoch meist nicht durch aggressive Angriffe, sondern durch unglückliche Zufälle. So kann sich eine Wespe in den weiten Ärmeln der Kleidung verirren, unter eine warme Decke geraten oder unbemerkt auf einem Stuhl sitzen, auf den man sich ahnungslos setzt. In diesen Situationen wehren sich die Tiere durch einen Reflex und stechen zu.

Hornissen als nächtliche Ausnahme

Eine wichtige Ausnahme bei den heimischen Hautflüglern stellt laut dem Bund Naturschutz die Hornisse dar. Hornissen gehören zwar zur Familie der sozialen Faltenwespen, sind im Gegensatz zu ihren kleineren Verwandten aber auch in der Dämmerung und während der Nachtstunden aktiv auf Nahrungssuche.

Dabei lassen sich Hornissen besonders leicht von künstlichen Lichtquellen anlocken. Hell erleuchtete Fenster, brennende Terrassenlampen oder offenstehende Türen können dazu führen, dass die großen Brummer spätabends in der Nähe des Menschen auftauchen. Das ist jedoch kein Grund zur Panik: Hornissen sind von Natur aus scheu und gelten als weitaus friedlicher und weniger aggressiv als die Gemeine oder Deutsche Wespe, solange man sie nicht aktiv bedroht oder ihrem Nest zu nahe kommt.

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