AIG verkündete erste Dividende seit Staatsrettung

Der US-Versicherer AIG schüttet erstmals seit seiner staatlichen Rettung zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008 eine Dividende an die Aktionäre aus. Der ehemalige Weltmarktführer verdiente im vergangenen Quartal nach Angaben vom Donnerstag mit netto 2,73 Milliarden deutlich mehr als Branchenexperten ihm zugetraut hatten - gegenüber dem Vorjahr war das ein Gewinnanstieg von fast 20 Prozent.

Börsianer reagierten entzückt auf die Bilanz und die Dividendenpläne: Die Aktie kletterte nachbörslich etwa sechs Prozent. AIG wurden während der Finanzkrise zahllose Derivate-Wetten fast zum Verhängnis. Der weitverzweigte Gigant wurde schließlich von der US-Regierung mit einem Rettungspaket von insgesamt rund 180 Milliarden Dollar vor dem Untergang bewahrt. In diesem Jahr zahlte AIG die letzte Tranche der Hilfen zurück.

Nun plant AIG eine Dividende von zehn Cent je Aktie. Außerdem stellt der Versicherer einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar in Aussicht. Analysten zeigten sich besonders erfreut darüber, dass die Börsenaufsicht die Pläne zur Kapitalausschüttung unabhängig von dem bevorstehenden Verkauf der Flugzeug-Leasing-Tochter ILFC genehmigte. "Das schafft eine Menge Vertrauen in die Kapitalausstattung", erklärte Charles Sebaski von BMO Capital Markets.

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