Air Berlin hofft auf Ende der Konzern-Rosskur

Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer will die angeschlagene Fluglinie bis Ende des Jahres auf Vordermann bringen. Es sei nicht geplant, das derzeitige Sanierungsprogramm namens Turbine zu verlängern, sagte Prock-Schauer am Montag in Berlin. Zudem wird Großaktionär Etihad seinen Anteil an Air Berlin vorerst nicht aufstocken.

"Wir benötigen kein Turbine 2", erklärte Prock-Schauer. Er sei mit den Erfolgen zufrieden. Mit dem Konzernumbau will die zweitgrößte deutsche Airline 2013 und 2014 jeweils 200 Mio. Euro einsparen. Mit ihrem arabischen Partner Etihad Airways will Air Berlin das gemeinsame Streckennetz ausbauen. Ab Februar seien wöchentlich 49 Flüge zwischen Deutschland und Abu Dhabi vorgesehen.

Etihad-Vorstandschef James Hogan bekräftigte, als langfristiger Partner an der Seite von Air Berlin zu stehen. Es sei aber nicht geplant, den 29-Prozent-Anteil an Air Berlin zu erhöhen.

Air Berlin, Mutter der österreichischen Billigairline Niki, steckt nach einem rasanten Expansionskurs seit Jahren in der Zwickmühle und hat sich deshalb eine Rosskur verordnet. Da die Sanierung noch nicht den gewünschten Erfolg brachte, schoss Partner Etihad wiederholt Geld zu.