BAWAG-Gewinn sank bis Juni, im Gesamtjahr mehr als 2010 geplant

Im ersten Halbjahr 2011 hat die dem US-Hedgefonds Cerberus gehörende österreichische BAWAG weniger verdient, vor allem weil das Handelsergebnis auf die Hälfte eingebrochen ist. Bankchef Byron Haynes gab sich am Mittwoch dennoch überzeugt, im Gesamtjahr 2011 den Nettogewinn des Vorjahres (121,8 Mio. Euro) zu übertreffen, obwohl die Bankenbranche in Europa neue Herausforderungen verkraften muss.

2010 hatte die Bank zum ersten Mal seit vier Jahren die roten Zahlen verlassen. Den jüngsten nationalen Stresstest der Nationalbank, der heuer im Frühjahr zur gleichen Zeit wie der große europäische Bankenstresstest lief, habe die BAWAG "locker" bestanden, sagte Haynes.

Während der Nettozinsertrag bis Juni um 4,2 Prozent stieg und auch der Provisionsüberschuss um knapp 6 Prozent zulegte, sank das Handelsergebnis um 55 Prozent. Der operative Gewinn war mit 170,3 Mio. Euro um 23,5 Prozent niedriger. Beim Nettogewinn weist die Bank bis Juni einen Rückgang um 18,9 Prozent auf 78,5 Mio. Euro aus.