Commerzbank setzt 8,1 Milliarden Euro Kapital frei

Die Commerzbank hat die Kapitalanforderungen der EU-Bankenaufsicht EBA Finanzkreisen zufolge deutlich übererfüllt.

Deutschlands zweitgrößte Bank habe seit Ende 2011 nicht nur die von der EBA ermittelte Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro gestopft, sondern bis Ende Juni insgesamt 8,1 Mrd. Euro Eigenkapital aufgebracht oder freigesetzt, so zwei mit den Ergebnissen des Stresstests vertraute Personen aus dem Umfeld der Bank. Damit steigerte die Commerzbank ihre Kernkapitalquote nach den geltenden Standards auf mehr als zwölf Prozent.

Nach den verschärften Kriterien, die von 2013 an gelten, käme die Bank den Kreisen zufolge - Übergangsfristen außen vor gelassen - auf fast acht Prozent, das ist mehr als der Branchenprimus Deutsche Bank. Bei Anlegern kam die Nachricht gut an: Die Commerzbank-Aktie legte um 1,5 Prozent auf 1,28 Euro zu.

Die EBA hatte den größten europäischen Banken im Herbst 2011 konkrete Vorgaben gemacht, um wie viel sie ihr Kapital bis Mitte 2012 aufzubessern hätten.

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