Erste tilgt Staatskapital, plant Kapitalerhöhung

Die Erste Group plant heuer im dritten Quartal das ausstehende Partizipationskapital in Höhe von 1,76 Mrd. Euro zurückzuzahlen. Darin enthalten sind 1,205 Mrd. Euro Staatshilfen und 559 Mio. Euro von privaten Investoren, gab die Bank Montagfrüh bekannt. Um die Rückzahlung zu stemmen, plant das Institut im dritten Quartal eine Kapitalerhöhung im Volumen von 660 Mio. Euro.

Für 2013 rechnet die Erste Group nun mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses von bis zu 5 Prozent. Zuvor wurde noch von einer stabilen Entwicklung ausgegangen, so ein Sprecher zur APA.

Als Grund für die Rückzahlung des PS-Kapitals nennt die Bank einen Anstieg der Kosten ab 2014. Durch den Wegfall der jährlichen Dividendenzahlungen auf das Partizipationskapital ab 2014 werde die Fähigkeit der Erste Group, Kapital zu bilden und die Kapitalquoten zu verbessern, gestärkt, heißt es in der Pflichtmitteilung. Der Bruttoeinsparungsbetrag betrage 149 Mio. Euro nach Steuern im Jahr 2014 und 158 Mio. Euro nach Steuern im Jahr 2015.