EU-Absatzkrise bremst Volkswagen immer stärker

Volkswagen machen die Probleme auf dem darniederliegenden Automarkt in Westeuropa immer mehr zu schaffen. Die Auslieferungen des erfolgsverwöhnten Wolfsburger Konzerns legten im März rund um den Globus lediglich um 0,2 Prozent auf 684.400 Fahrzeuge zu, weil auch wichtige Wachstumsmärkte wie Südamerika und Osteuropa schwächelten.

"Wir verzeichnen nach wie vor positive Impulse aus Nordamerika und China", sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler. Nahezu alle anderen Regionen, vor allem die Märkte in Westeuropa, blieben jedoch von teils großen Unsicherheiten geprägt. "Der Einzelmonat März zeigt zudem deutlich, dass die Märkte noch schwieriger werden", fügte Klingler hinzu.

Seit Jahresbeginn steigerte der Konzern die Auslieferungen um fünf Prozent auf 2,27 Millionen Einheiten, wobei die Lkw-Marken Scania und MAN nicht mitgezählt sind. Rechnerisch würde Volkswagen damit im Gesamtjahr bei gut neun Millionen Einheiten stagnieren.

Das höchste Wachstum erzielten die Wolfsburger erneut in China, wo sie in den ersten drei Monaten knapp 770.000 Fahrzeugen losschlugen, 21 Prozent mehr als vor Jahresfrist. In den USA rollten rund 143.000 Neuwagen zu den Kunden, plus 14,7 Prozent.

Dagegen schrumpften die Auslieferungen in Südamerika um 4,5 und in Osteuropa um 3,6 Prozent. In Westeuropa brachte Volkswagen knapp sechs Prozent weniger Fahrzeuge an die Kundschaft als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Allein in Deutschland schrumpfte der Absatz um 7,2 Prozent.

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