Europas Börsen befestigt, Konjunkturdaten aus Deutschland

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Mittagshandel dank einer positiven Konjunkturmeldung aus Deutschland befestigt tendiert. Enttäuschende Konjunkturnachrichten auf Frankreich wurden damit in den Hintergrund gedrängt. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,73 Prozent.

In Deutschland hatte sich die Unternehmensstimmung sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor nicht so deutlich eingetrübt wie befürchtet. Die konjunkturellen Sorgen speziell für die Eurozone würden nun wieder etwas kleiner, schrieb ein Analyst. Im Frühhandel lasteten noch enttäuschende Daten aus Frankreich auf den Aktienkursen. Hier hatte sich die Stimmung in der Industrie den fünften Monat in Folge eingetrübt und den tiefsten Stand seit Mai 2013 erreicht.

In einer Branchenbetrachtung verzeichneten die Aktien aus den Bereichen Bau- und Baumaterialien die stärksten durchschnittlichen Kursgewinne. Gesucht präsentierten sich auch Banken- und Pharmaaktien. Die Titel der UniCredit kletterten mit plus 2,14 Prozent an die Spitze des Euro-Stoxx-50.

Erneut legten vereinzelt noch einige Nachzügler der Berichtssaison ihre Quartalsergebnisse vor. So büßten Ahold in Amsterdam nach Zahlen 0,72 Prozent ein. Der niederländische Einzelhandelskonzern bekam auch im zweiten Quartal den harten Wettbewerb und einen starken Euro zu spüren.

Volvo enttäuschten mit den monatlichen Lkw-Absatzzahlen für Juli. Der Rückgang um neun Prozent war größer ausgefallen als erwartet, was der Aktie in Stockholm ein Minus von 0,93 Prozent einbrachte.

Nobel Biocare stiegen nach starken Halbjahreszahlen und angehobenen Prognosen in Zürich um 4,19 Prozent.

AstraZeneca gewannen 2,32 Prozent. Das US-Unternehmen Illumina ist mit führenden Pharmaherstellern eine strategische Partnerschaft eingegangen, unter ihnen sind auch der britisch-schwedische Konzern und die französische Sanofi. Dabei geht es um klinische Studien zu zielgerichteten Krebstherapien. Die Papiere von Sanofi stiegen um 1,46 Prozent.