Europas Börsen tiefer, Zypern und Italien belasten

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch mit klaren Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 28,66 Einheiten oder 1,09 Prozent auf 2.612,46 Zähler.

Die Euro-Schuldenkrise hat die Nervosität an den Finanzmärkten erneut angefacht. Nachdem das Chaos um die Zypern-Rettung schon fast verdaut war, sind die Anleger nun erneut in Sorge, ob Italien seine Probleme in den Griff bekommt. Die schlechten Aussichten auf eine stabile Regierung in Italien nach chaotischen Parlamentswahlen drücken den Investoren zusehends auf die Stimmung, hieß es von Experten.

Während der Sektor der Versicherer mit minus 1,38 Prozent der schwächste in dem 19 Branchen umfassenden Stoxx 600 war, setzten Bankaktien ihre Talfahrt moderater fort. Der entsprechende Sektor büßte 0,31 Prozent ein und verlor damit seit Mitte des Monats rund acht Prozent. Papiere der Deutschen Bank verbilligten sich um 2,56 Prozent. Standard & Poor's (S&P) drohte dem Institut mit einer baldigen Herabstufung seiner langfristigen Kreditwürdigkeit.

Die Ölpreise sind zur Wochenmitte nach einem Zuwachs bei den US-Rohöllagerbeständen gefallen. Unter den Ölwerten gaben Repsol um 1,58 Prozent nach. Total gaben um 0,69 Prozent nach.

Allianz-Papiere gaben um 2,31 Prozent auf 105,80 Euro nach. Europas größter Versicherer wird mit der Übernahme der Yapi & Kredi Sigorta die Nummer eins im türkischen Versicherungsmarkt. Wie die Allianz mitteilte, übernimmt sie knapp 94 Prozent der Anteile für 684 Millionen Euro.

EADS-Aktie gaben deutlich um 3,08 Prozent auf 39,665 Euro nach. Der Autobauer Daimler will Kreisen zufolge dem Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS bis Ende dieses Jahres den Rücken kehren und seine Beteiligung versilbern.