Europas Börsen uneinheitlich und wenig verändert

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch uneinheitlich und wenig verändert aus dem Handel gegangen. Eine abwartende Haltung der Akteure vor den anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank und weiteren Meldungen zum Krim-Konflikt sorgten für wenig Kursbewegung. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um moderate 0,08 Prozent auf 3.076,36 Zähler.

In einer Branchenbetrachtung zeigte sich der Automobilsektor als stärkste Gruppe. Für gute Stimmung sorgte hier BMW. Die Aktien des bayrischen Autobauers sprangen mit einem optimistischen Ausblick für das Jahr 2014 um 7,28 Prozent in die Höhe. Vor allem die Aussicht auf einen "deutlich" höheren Vorsteuergewinn als im Vorjahr beflügelten die BMW-Anteilsscheine.

Die europäische Bauindustrie fand sich hingegen im Minusbereich. Hier belasteten die Papiere von HeidelbergCement nach Zahlen sowie die Titel von Bouygues. Der französische Mischkonzern steht unter verschärfter Beobachtung der Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P), die eine Abstufung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens prüft, die Aktien verloren 1,81 Prozent. HeidelbergCement-Titel fielen 1,78 Prozent.

Bei den Einzelwerten ragten nach Zahlen neben BMW-Aktien die Titel von Inditex mit einem Kursaufschlag von 4,85 Prozent positiv heraus. In den ersten sechs Wochen des laufenden Geschäftsjahres 2014/2015 legte der Verkauf in den Filialen der Zara-Mutter in den jeweiligen Landeswährungen um zwölf Prozent zu.

Die Fluggesellschaft Air Berlin verschiebt wegen wichtiger Verhandlungen überraschend ihre Bilanzvorlage. Die Air-Berlin-Aktie schoss nach den Nachrichten um massive 14,75 Prozent nach oben.

Papiere von BAE Systems gewannen in London 1,40 Prozent, nachdem der Rüstungskonzern mehr Aktien zurückkaufen will. Barclays kletterten 2,31 Prozent hoch. Die Bank will laut Medienberichten ihr Geschäft für Index- und Portfolioberechnungen verkaufen.