Fed lehnt Citigroup-Kapitalplan in Stresstest ab

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Blamage für die Citigroup: Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch die aktuellen Pläne des Wall-Street-Instituts für Dividenden und Aktienrückkäufe abgelehnt. Die Fed begründete dies unter anderem mit Defiziten bei der bankeigenen Vorhersage, wie sich das globale Geschäft in einem Krisenfall entwickeln würde. Die Aktie der Citigroup fiel nachbörslich um 4 Prozent.

Die Fed hatte im zweiten Teil ihres jährlichen Stresstests die sogenannten Kapitalpläne von 30 US-Banken beziehungsweise US-Töchtern ausländischer Finanzfirmen untersucht. Damit soll sichergestellt werden, dass die Geldhäuser ihr Kapitalpolster durch Dividenden oder Rückkäufe von Aktien nicht zu stark angreifen. Je weniger Kapital eine Bank vorhält, desto anfälliger ist sie für Krisen.

Es traf nicht nur die Citigroup, auch die Kapitalpläne der US-Töchter der britischen HSBC und RBS sowie der spanischen Santander wurden abgelehnt. Die US-Regionalbank Zions Bancorporation handelte sich ebenfalls eine Absage ein. Letztere war das einzige Institut, das schon im ersten Teil des Stresstests in der vergangenen Woche durchgefallen war. Dabei hatte die Fed eine Wirtschaftskrise am Computer simuliert und die Widerstandsfähigkeit der Banken getestet.

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