Wiener Börse will Internationalisierungsstrategie weiter verfolgen

Wiener Börse

ATX startet freundlich bei 2.779,85

Nach vier Verlusttagen setzte der Aktienmarkt zu einer Gegenbewegung an.

Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im frühen Handel bei gutem Anfangsvolumen mit freundlicher Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2.779,85 Punkten nach 2.755,31 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Plus von 24,54 Punkten bzw. 0,89 Prozent.

Nach vier Verlusttagen in Serie setzte der heimische Aktienmarkt zu einer Gegenbewegung an. Gleich zur Handelseröffnung sprang der ATX deutlich in die Gewinnzone, seitdem verteidigte der heimische Leitindex sein höheres Niveau gegenüber dem Vortag. Sein vorläufiges Tageshoch erreichte der ATX bei etwas über 2.781 Einheiten. Die internationalen Aktienmärkte notierten mit Zugewinnen in ähnlicher Höhe und einheitlich im Plus.

Sehr gut gesucht war die Aktie von Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO), die um 1,63 Prozent auf 64,39 Euro vorrückte. Der Ölfeldausrüster hat die schon hoch angesetzten Analystenerwartungen zum Jahresauftakt noch übertreffen können. Der gute Geschäftsverlauf schließe nahtlos an das Jahr 2010 an, so Vorstandschef Gerald Grohmann.


Mehrheitlich mit Kursgewinnen reagierten heimische Aktien auf eine Flut von neuen Analystenmeinungen. An der Spitze im prime market und einem Kursaufschlag von 2,59 Prozent auf 37,58 Euro notierten Raiffeisen, nachdem die Aktienanalysten der französischen Societe Generale zuvor eine Kaufempfehlung für den Banktitel ausgesprochen hatten.

Gut gesucht war auch die AMAG-Aktie, die 1,10 Prozent auf 18,30 Euro zulegte. Die Analysten von JPMorgan haben die Aktie des Aluminiumkonzerns mit dem Anlagevotum "neutral" und einem Kursziel bei 21,50 Euro neu in ihre Bewertung aufgenommen.

Auch die Aktien der Indexschwergewichte OMV (plus 0,51 Prozent auf 29,62 Euro) und Telekom Austria (plus 0,08 Prozent auf 9,82 Euro) reagierten freundlich auf neue Analystenstimmen. Beim Ölkonzern hat das belgische Institut KBC Securities das Anlagevotum von "hold" auf "buy" nach oben revidiert. Bei der heimischen Telekom revidierten die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) ihr Kursziel hingegen von 11,70 auf 10,20 Euro nach unten.

Eine negative Reaktion zeigte die Verbund-Aktie anlässlich einer Kurszielabstufung von 34,00 auf 32,00 Euro durch die Experten von Goldman Sachs. Die Versorgeraktie verlor in einem freundlichen europäischen Branchenumfeld leicht um 0,18 Prozent auf 31,08 Euro.

Der ATX Prime notierte bei 1.355,99 Zählern und damit um 0,81 Prozent oder 10,88 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 26 Titel mit höheren Kursen, elf mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 560.836 (Vortag: 704.179) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 21,294 (31,55) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.