DAX schließt im Minus

Skepsis über Euro-Gipfel

DAX schließt im Minus

Der deutsche Leitindex verlor 201 Punkte. Das ist ein Minus von 3,36 Prozent

Belastet von anhaltenden Sorgen um die Eurozone hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag sehr schwach präsentiert. Der DAX verlor 201,28 Punkte (minus 3,36 Prozent) auf 5.785,43 Einheiten. Der TecDAX sank um 13,86 Punkte oder 2,04 Prozent auf 665,60 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 209,24 Punkte oder 2,39 Prozent auf 8.558,94 Zähler. Der HDAX schloss mit 2.942,04 Einheiten und einem Minus von 97,39 Zählern oder 3,20 Prozent. Der C-DAX verlor 16,58 Punkte oder 3,15 Prozent auf 510,38 Zähler.

 Skepsis
Die Euphorie über die EU-Entscheidungen der vergangenen Woche sei der Skepsis gewichen, wie die Vorschläge umgesetzt werden können und ob sie überhaupt zur einer nachhaltigen Lösung führen, sagte ein Marktbeobachter. Dazu passten kritische Kommentare der Ratingagentur Moody's zum EU-Krisengipfel.

  Am Nachmittag drückte eine gesenkte Umsatzprognose von Intel auf die Stimmung. Wegen Engpässen bei Computer-Festplatten nach den schweren Überschwemmungen in Thailand werde auch die Gewinnmarge leiden, warnte der weltgrößte Chiphersteller. Die Intel-Aktie notierte an der Wall Street zuletzt mehr als vier Prozent tiefer.

Finanzwerte
Finanzwerte als Seismograph für die Beurteilung der Entwicklung in der Eurozone waren die größten Verlierer: Die Anteile des Versicherers Allianz rutschten um 6,49 Prozent auf 74,240 Euro ab. Commerzbank-Aktien verloren 7,84 Prozent auf 1,223 Euro und waren damit Tagesverlierer im Leitindex. Die Ratingagentur Moody's bekräftige ihre Warnung an alle EU-Staaten trotz weitreichender Beschlüsse zur Haushaltskontrolle. Sie will die Kreditwürdigkeit dieser Länder im ersten Quartal 2012 genau prüfen.

   Eon-Titel fielen um 4,55 Prozent auf 17,000 Euro, nachdem Merrill Lynch das Papier des Energiekonzerns abgestuft und das Kursziel gesenkt hatte. Metro-Papiere gaben 3,81 Prozent auf 29,000 Euro ab. Das Weihnachtsgeschäft läuft weiter nicht zur Zufriedenheit der Händler. Zudem zögert der Aufsichtsrat laut einem Pressebericht mit dem Verkauf von Karstadt an Benko. Bayer-Aktien fielen um 3,28 Prozent auf 45,820 Euro. Händler verwiesen auf ein Interview von Konzernchef Marijn Dekkers, wonach im Pharma- und im Kunststoffgeschäft mit sinkenden Gewinnspannen zu rechnen sei. Einziger DAX-Wert im Plus waren Henkel, die ohne fundamental neue Nachrichten um 0,23 Prozent auf 44,210 Euro zulegten.