Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen

Dow Jones etwas leichter

Belastet von anhaltenden Konjunktursorgen hat der Dow-Jones-Index am Dienstag seine zu Wochenbeginn erlittenen Verluste etwas ausgeweitet. Die Probleme im europäischen Bankensektor könnten die Erholung der Weltwirtschaft ausbremsen, zudem fürchteten Anleger ein Abebben des Wachstums in den asiatischen Volkswirtschaften. Im späten Handel jedoch konzentrierten sich die Anleger auf die kurz nach Börsenöffnung veröffentlichten guten Konjunkturdaten und grenzten damit das Minus an den Märkten deutlich ein.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) sank am Ende nur noch um 0,23 % auf 10.043,75 Punkte, nachdem er zu Handelsbeginn unter die Marke von 10.000 Punkten gefallen war und fast 3 % verloren hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index schaffte den Sprung ins Plus und notierte minimale 0,04 % höher bei 1.074,03 Punkten. An der Nasdaq gab der Composite-Index um 0,12 % nach auf 2.210,95 Punkte. Für den Auswahlindex Nasdaq-100-Index ging es um 0,02 Prozent auf 1.815,68 Punkte nach oben.

Nachdem Finanzwerte in Europa einen regelrechten Kursverfall erlitten hatten, standen einmal mehr Bankaktien im Mittelpunkt des Geschehens. Die Titel erholten sich von ihren anfänglichen Verlusten und drehten ins Plus. JPMorgan etwa stiegen um 0,83 Prozent und Bank of America um 0,58 Prozent. Für Papiere von Goldman Sachs ging es um 4,29 % auf 142,52 Dollar nach oben.

Auch Aktien von Blackstone konnten sich nach anfänglichen Verlusten in die Gewinnzone vorarbeiten. Händlern zufolge will sich die Beteiligungsgesellschaft mit 1,5 Milliarden Dollar an einem Bieterkonsortium für den australischen Klinikbetreiber Healthscope beteiligen. Die Titel rückten um 1,24 % vor auf 10,63 Dollar.

Angesichts der wieder besseren Stimmung unter den Verbrauchern legten die Aktien der Baumarktkette Home Depot besonders deutlich zu. Sie stiegen als Favorit im Dow um 2,29 % auf 33,98 Dollar. Gefragt waren auch die Aktien des Aluminiumherstellers Alcoa, die als zweitbester Wert im Index um 1,89 % auf 11,30 Dollar kletterten.

Titel von Sara Lee verbilligten sich um 1,04 % auf 14,21 Dollar. Der Verkauf der Körperpflegesparte des Konsumgüterherstellers an Unilever verzögert sich: Die EU-Kommission hat nähere Untersuchungen dazu eingeleitet. Ein verlängertes Aktienrückkaufpaket konnte den Aktien vor diesem Hintergrund auch nicht auf die Sprünge helfen.

Um 10,94 % auf 7,81 Dollar in die Höhe schnellten die Aktien von US Airways. JPMorgan hatte die Papiere auf "Overweight" hochgestuft. Analyst Jamie Baker wies darauf hin, dass die Fluggesellschaft nicht sehr stark in Europa engagiert sei. Dort hatte zuletzt die Asche des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull für Verzögerungen im Luftverkehr gesorgt, bemerkte der Experte.

Unter den Technologiewerten verteuerten sich die Aktien von Genzyme um 5,53 % auf 51,16 Dollar. Das Biotechnologieunternehmen hatte die Zulassung für ein Medikament gegen die Stoffwechselkrankheit Morbus Pompe erhalten.