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DAX und Co.

Europas Börsen gehen im Minus aus Handel

Die europäischen Leitbörsen haben einheitlich etwas schwächer geschlossen.

Der Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 32,26 Einheiten oder 1,09 Prozent auf 2.917,71 Zähler. Mangels nennenswerter Impulse seien die europäischen Aktienmärkte derzeit stark durch die Zurückhaltung der Anleger geprägt, hieß es aus Händlerkreisen.

Sorgen um Inflationsentwicklung in China
Zusätzlich beeinflussten Sorgen um die Inflationsentwicklung in China sowie die anlaufende Berichtssaison, welche bisher gemischt ausgefallen war, die Stimmung negativ. Der überraschende Anstieg an Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf mehr als 400.000 sowie die schwächer als erwartet gestiegenen US-Erzeugerpreise hatten jedoch kaum Auswirkungen auf die europäischen Börsen.

Bankenwerte deutlich im Minus
Im Sektorenvergleich tendierten Bankenwerte deutlich im Minus. Die Titel der italienischen Banco Popolare di Milano ermäßigten sich um 2,62 Prozent auf 2,08 Euro. Das Kreditinstitut war in der vergangenen Woche von der italienischen Zentralbank aufgefordert worden, seine Kapitaleinlagen zu erhöhen.

Spanische und griechische Banken mit Verlusten
Auch die beiden spanischen Banken Bankinter (minus 2,87 Prozent auf 5,17 Euro) sowie Banco Santander (minus 2,29 Prozent auf 8,31 Euro) zeigten sich im roten Bereich, die Titel der größten Bank Europas, HSBC, fielen um 1,25 Prozent auf 653,3 Pence. Massive Verluste mussten vor dem Hintergrund anhaltender Spekulationen über einen Schuldenschnitt auch griechische Banken hinnehmen. So fielen Alpha Bank 5,32 Prozent auf 4,27 Euro, Piraeus Bank verloren 5,88 Prozent auf 1,28 Euro und National Bank of Greece rutschten um 5,20 Prozent auf 5,83 Euro ab.

Neue Unternehmenszahlen im Fokus der Investoren
Weiters standen neue Unternehmenszahlen im Fokus der Investoren. Unter anderem legte der Pharmakonzern Roche Ergebnisse für das erste Quartal vor. Die Umsätze lagen jedoch unter den Erwartungen, die Titel büßten daraufhin 0,15 Prozent auf 132,90 Schweizer Franken ein. Der Getränke- und Lebensmittelkonzern Danone konnte hingegen mit seinem Umsatzzahlen für das erste Geschäftsquartal die durchschnittlichen Erwartungen der Experten übertreffen. Danone legten 1,96 Prozent auf 47,76 Euro zu und waren damit der stärkste Wert im Euro-Stoxx-50.

Ölwerte unter Druck
Unter Druck standen am heutigen Handelstag auch Ölwerte. Petroleum Geo-Services rutschten um 6,05 Prozent auf 83,10 norwegische Kronen ab, BP verloren 0,89 Prozent auf 460,05 Pence. Der britische Ölkonzern will sein Vorhaben, gemeinsam mit dem russischen Staatskonzern Rosneft nach Öl im russischen Nordpolarmeer zu bohren, nicht aufgeben. Russland sei eines der wichtigsten Gebiete für Öl und Gas überhaupt, sagte BP-Vorstandschef Bob Dudley. Vorgesehen ist ein Aktientausch im Wert von zehn Milliarden Pfund (rund 12,5 Milliarden Euro). Die Frist für den Tausch sollte eigentlich am heutigen Donnerstag ablaufen, wurde nun jedoch bis 16. Mai verlängert.

Börse          Index          Schluss       Diff (P)    Diff (%)
 Wien           ATX            2.843,68     -  31,61       -1,10
 Frankfurt      DAX            7.146,56     -  31,41       -0,44
 London         FT-SE-100      5.963,80     -  46,60       -0,78
 Paris          CAC-40         3.970,39     -  35,84       -0,89
 Zürich         SPI            5.799,70     -   7,89       -0,14
 Mailand        FTSE MIB      21.833,72     - 263,24       -1,19
 Madrid         IBEX-35       10.622,70     - 163,30       -1,51
 Amsterdam      AEX              359,48     -   3,28       -0,90
 Brüssel        BEL-20         2.695,00     -  24,18       -0,89
 Stockholm      SX Gesamt        361,55     -   2,48       -0,68
 Europa         Euro-Stoxx-50  2.917,72     -  32,26       -1,09