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Europas Börsen schließen mit deutlichen Gewinnen

Gute Zahlen von Barclays beflügeln den Bankensektor am Dienstag.

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Zur Begründung verweisen Marktteilnehmer auf freundliche US-Börsen und überraschend gut ausgefallene Zahlen von Barclays.

Der Euro-Stoxx-50 beendete eine wechselvolle Handelssitzung mit plus 1,38 % auf 2.720,77 Punkten auf seinem Tageshoch. Zwischenzeitlich lag der Index mit 2.676 Zählern sogar leicht im Minus. In Paris stieg der CAC-40 um 1,66 % auf 3.669,04 Zähler. Der Londoner FTSE-100 kletterte um 1,48 % auf 5.244,06 Zähler.

Die hohe Verschuldung von Griechenland bleibe Thema am Markt und sorge weiterhin für Unsicherheit, sagte ein Börsianer. Dies habe sich im Kursrutsch zu Mittag gezeigt. Griechenland soll zur Rettung seiner Staatsfinanzen noch mehr sparen. Innerhalb von vier Wochen müsse die Regierung Zusatzmaßnahmen ankündigen, berichteten mehrere EU-Finanzminister nach Beratungen. Positive Impulse aus Übersee drängten dem Händler zufolge dann jedoch die Sorgen in den Hintergrund - insbesondere überraschend deutlich aufgehellte Geschäftsaussichten des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York.

Ein Milliardengewinn von Barclays als weiteres Zeichen für das Ende der Finanzkrise sorgte im Bankensektor für hohe Nachfrage. Der Branchenindex legte um 1,96 % zu. Im Euro-Stoxx-50 markierten Banken die Indexspitze: Societe Generale gewannen 4,54 % auf 41,00 Euro und Credit Agricole legten um 4,13 % zu auf 10,45 Euro zu.

Der Index des konjunktursensitiven Rohstoffsektors verzeichnete mit plus 2,80 % sogar noch etwas höhere Kursgewinne. Dabei bauten die Stahltitel von ArcelorMittal ihre Erholung um deutliche 4,04 % auf 28,47 Euro aus. Ölwerte wie Total und BP profitierten vom stark gestiegenen Rohölpreis.

Ebenfalls überdurchschnittlich nach oben ging es für Automobiltitel. Renault gewannen in Paris 2,74 % auf 31,08 Euro, Daimler verbesserten sich um 1,89 % auf 32,61 Euro. Die Pkw-Neuzulassungen hatten im Jänner in Europa um 13 Prozent zugelegt, wie der europäische Verband der Automobilhersteller ACEA mitteilte. Allerdings war der Vorjahresmonat auch sehr schwach gewesen.

Größter von lediglich drei Verlierern im Euro-Stoxx-50 waren L'Oreal - die Aktien sanken um 4,65 % auf 73,18 Euro. Der weltgrößte Kosmetikkonzern hatte 2009 weniger verdient als im Vorjahr. Zudem verfehlte der Quartalsumsatz die durchschnittlichen Markterwartungen. Zudem verabschiedete sich der Konzern zum großen Entsetzen der Börsianer von seinen langjährigen Gewinnzielen. L'Oreal erklärte, nicht mehr wie bisher ein zweistelliges Gewinnwachstum anzupeilen.

ATX +1,90 % I DAX +1,47 % I FT-SE-100 +1,48 % I CAC-40 +1,66 % I SPI +0,72 %
FTSE MIB +0,79 % I IBEX-35 +0,97 % I AEX +0,94 % I BEL-20 +1,05 % I SX Gesamt +1,14 %