Deutsche Börse Frankfurt DAX

London sehr schwach

Europas Leitbörsen einheitlich tiefer

Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 0,45 Prozent auf 3.021,17 Zähler.

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch einheitlich tiefer aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 0,45 Prozent auf 3.021,17 Zähler. Ein klares Minus von 1,44 Prozent musste der britische FT-SE-100 hinnehmen, nachdem dort starke Arbeitsmarktdaten Spekulationen über höhere Leitzinsen geschürt hatten.

Die Ungewissheit über die weiteren geldpolitischen Kurse wichtiger Notenbanken drückten damit europaweit auf die Stimmung. Zudem gab es negative Überseebörsenvorgaben und verhaltene Konjunkturnachrichten aus der Eurozone - mit einem Rückschlag für die Industrie im Euroraum. Die Produktion ist im Euroraum im September um 0,5 Prozent zum Vormonat und damit stärker als erwartet gesunken. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet. Allerdings hatte es im August mit einem Plus von 1,0 Prozent den stärksten Zuwachs seit zwei Jahren gegeben.

In einer Branchenbetrachtung gab es starke Kursverluste im Bankensektor zu sehen. Die UniCredit-Titel knickten 4,49 Prozent ein. Intesa San Paolo verbilligten sich 2,32 Prozent. Auf Unternehmensebene standen zudem neue Geschäftszahlen im Blickfeld der Akteure. Banco Popolare sackten deutlich um 6,09 Prozent ab. Italiens viertgrößtes Geldinstitut ist dank einer höheren Bewertung von Beteiligungen in die Gewinnzone zurückgekehrt. In den ersten neun Monaten fiel ein Nettogewinn von 165 Millionen Euro an, Analysten hatten jedoch mehr erwartet.

Carlsberg-Aktien schmälerten die deutlichen Verlaufsgewinne bis zum Sitzungsende auf ein moderates Plus von 0,09 Prozent. Der weltweit viertgrößte Bierbrauer übertraf mit seinem Drittquartalszahlgewinn die Analystenerwartungen.

Die Suez-Aktie schloss mit plus 0,76 Prozent. Die Verwerfungen auf dem Energiemarkt treffen auch den französischen Strom- und Gaskonzern GDF Suez. Das Unternehmen kündigte für das Jahresende Abschreibungen auf Kraftwerke und Energiespeicher an. In den ersten neun Monaten verdiente der Konzern operativ 10,3 Milliarden Euro. Das waren 6,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit erfüllte der Konzern die Erwartungen von Analysten.

Stada-Titel fielen um satte 5,49 Prozent auf 37,88 Euro. Anleger reagierten enttäuscht auf den Quartalsbericht des Arzneimittelherstellers. Mehrere Analysten sprachen von schwachen Zahlen.

Abseits von Quartalsberichten zogen die ProSiebenSat.1-Papiere, die um 4,02 Prozent absackten, die Aufmerksamkeit auf sich. Die Großaktionäre KKR und Permira ziehen sich bei dem TV-Konzern wie angekündigt weiter zurück.