China Börse

Japan

Leitbörsen in Fernost schließen tiefer

Die Börsen in Festlandchina und Japan bleiben heute geschlossen.

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag mehrheitlich deutlich schwächer geschlossen. Der australische Aktienmarkt verzeichnete allerdings gegen den Trend Kursgewinne. Der All Ordinaries Index der Börse Sydney stieg um 44,4 Zähler oder 0,92 Prozent auf 4.870,90 Einheiten.

In Hongkong und Mumbai gab es hingegen klare Kursverluste zu beobachten: Der Hang Seng Index in Hongkong fiel an seinem ersten Handelstag in dieser Woche um 742,37 Zähler oder 3,85 Prozent auf 18.545,80 Einheiten. Der indische Leitindex Sensex 30 gab um 807,07 Punkten oder 3,40 Prozent auf 22.951,83 Zähler nach.

In Tokio und Shanghai sind die Börsen geschlossen geblieben. Während in Japan der Gedenktag der Reichsgründung begangen wird, wird in Festlandchina wegen des chinesischen Neujahrsfestes die gesamte Woche nicht gehandelt.

Globale Konjunktursorgen und der weiter deutlich fallende Ölpreis haben den Aktienhandel in Asien weiter belastet. "Es gibt derzeit sehr wenige gute Nachrichten und anhaltend schlechte Nachrichten", fasste Charles Li, der Vorstandsvorsitzende der Börse Hongkong, die Stimmung am Markt zusammen.

Am Vorabend hatte US-Notenbankchefin Janet Yellen bei ihrer Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses betont, bei weiteren Zinserhöhungen graduell vorzugehen. Die Risiken für die US-Konjunktur hätten angesichts der jüngsten Entwicklung an den Finanzmärkten zugenommen.

In Hang Seng zogen sich die Verluste quer durch alle Branchen. Unter den größten Verlierern im Heng Seng Index waren sowohl IT-Aktien wie Lenovo (minus 6,90 Prozent) als auch Finanzwerte wie China Life Insurance (minus 6,59 Prozent) und Rohstofftitel wie China Petroleum & Chemical (minus 6,39 Prozent).

In Sydney verloren die Papiere von BHP Billiton 2,62 Prozent. Seit Anfang des Jahres haben sie damit bereits 16 Prozent verloren. Nach der jüngsten Zahlenvorlage in der vergangenen Woche haben einige Analystenhäuser ihre Einschätzungen für die Aktie nach unten revidiert. Sowohl Goldman Sachs als auch RBC Capital Markets haben diese Woche ihr Kursziel für die Anteilsscheine des Bergbaukonzerns gesenkt.

Schlechte Nachrichten von Analystenseite gab es auch für den Aktiendienstleister Computershare, dessen Titel nach einer enttäuschenden Zahlenvorlage am Vortag mittlerweile von fünf Wertpapierexperten abgestuft wurden. Die Computershare-Anteilsscheine schlossen um 2,81 Prozent tiefer.