US-Börsen im Frühhandel nur wenig verändert

Finanzmarkt

US-Börsen im Frühhandel nur wenig verändert

Konjunkturdaten fielen gemischt aus

Die US-Börsen haben sich am Donnerstag im frühen Handel kaum verändert gezeigt. Gegen 16.05 Uhr notierte der Dow Jones Industrial Index nahezu unverändert um 1,57 Einheiten oder 0,01 Prozent tiefer bei 17.136,63 Zählern.

Der S&P-500 Index verlor 1,75 Punkte oder 0,09 Prozent auf 1.979,82 Zähler. Der Nasdaq Composite Index fiel ebenfalls leicht und stand 2,76 Punkte oder 0,06 Prozent tiefer bei 4.423,21 Einheiten.

Vor Handelsbeginn veröffentlichte Konjunkturdaten fielen gemischt aus: Sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen sind im Juni überraschend deutlich gefallen, obwohl Ökonomen jeweils einen Anstieg erwartet hatten. Dem gegenüber standen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die stärker fielen als Marktbeobachter angenommen hatten. Das im Frühhandel veröffentliche Stimmungsbarometer Philly-Fed-Index wiederum lag deutlich über den Erwartungen.

Bei den Einzelwerten rückte Microsoft in den Mittelpunkt. Der Softwarekonzern will 18.000 Jobs streichen, 12.500 davon beim kürzlich zugekauften finnischen Handyhersteller Nokia. Es handelt sich um den bisher größten personellen Einschnitt in der Geschichte von Microsoft. Im Eröffnungshandel legten die Anteilsscheine des Softwarekonzerns 2,79 Prozent zu und standen damit an der Spitze des Dow Jones.

Daneben bewegten vor allem Quartalszahlen. UnitedHealth ist im zweiten Vierteljahr durch die Gesundheitsreform in den USA weniger stark belastet worden als befürchtet. Der Gewinn des Krankenversicherers sackte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum lediglich um zwei Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar ab. Analysten hatten mit deutlich weniger Gewinn gerechnet. Zuletzt notierten UnitedHealth mit einem Plus von 2,46 Prozent bei 85,82 Dollar.

Morgan Stanley hat seinen Überschuss im zweiten Quartal auf 1,94 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt. Damit übertraf die Bank die Erwartungen von Analysten. Gut lief das Beratungsgeschäft, das vom neuen Boom bei Unternehmenszusammenschlüssen und der steigenden Zahl von Börsengängen profitierte. Auch die Vermögensverwaltung lief besser. Im Frühhandel verzeichneten die Papiere von Morgan Stanley Zugewinne von 1,23 Prozent auf 32,60 Dollar.

Klare Verluste verzeichneten hingegen Anteilsscheine von Mattel, die 6,53 Prozent verloren. Der Spielzeughersteller verfehlte mit seinen Quartalszahlen Analystenschätzungen. Der Nettogewinn brach um fast zwei Drittel ein.

Noch deutlicher ging es für die Papiere von SanDisk abwärts, die sich um über zwölf Prozent verbilligten. Der Chiphersteller hat mit seinem Ausblick die Erwartungen der Marktteilnehmer enttäuscht: Er habe nicht genug Bestände, um alle Bestellungen in diesem Quartal zu bedienen, hieß es aus dem Unternehmen.

Nach Börsenschluss werden weitere Unternehmen Quartalszahlen vorlegten, darunter Google, AMD und IBM. Google notierten im Frühhandel mit Verlusten von 0,49 Prozent bei 587,729 Dollar. AMD verzeichneten ein Minus von 1,07 Prozent auf 4,61 Dollar. IBM standen 0,61 Prozent höher bei 193,52 Dollar.