US-Börsen schließen mehrheitlich im Plus

Vielzahl an Ergebnissen

US-Börsen schließen mehrheitlich im Plus

Apple verkauft deutlich mehr Smartphones als erwartet - 3M und Verizon enttäuschen.

Die US-Börsen haben den Handel am Donnerstag mehrheitlich im grünen Bereich beendet. In den Fokus der Anleger rückten gemischt ausgefallene Daten und zahlreiche Unternehmensergebnisse. Im US-Frühhandel hatten noch wieder verstärkte Sorgen um die Ukraine-Krise für Belastung an den Märkten gesorgt.

   Der Dow Jones bewegte sich nicht vom Fleck und schloss unverändert zu seinem Vortagesschlusskurs bei 16.501,65 Zählern. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index stieg um moderate 3,22 Punkte (plus 0,17 Prozent) auf 1.878,61 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index gewann 21,37 Einheiten oder 0,52 Prozent auf 4.148,34 Zähler.

   Konjunkturseitig standen die wöchentlichen US-Arbeitslosendaten sowie die Aufträge für langlebige Güter auf der Agenda. Während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas stärker als erwartet gestiegen waren, legten die Orders für langlebige Wirtschaftsgüter im März zu.

   Daneben läuft die US-Berichtssaison auf Hochtouren. Neue Bilanzvorlagen kamen unter anderem aus dem Technologiesektor. So verkaufte Apple im ersten Quartal mehr Smartphones als erwartet. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms sowie eine steigende Dividende und einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1 an. Die Anleger griffen daraufhin zu und ließen die Aktie um satte 8,20 Prozent auf 567,77 Dollar nach oben schießen.

   Auch Texas Instruments legte erfreuliche Daten vor. Bei dem Chip-Hersteller zieht das Geschäft mit dem Trend zur Vernetzung von Alltagsgeräten weiter an. Die Titel schlossen um 4,33 Prozent fester bei 48,47 Dollar. Die Papiere des Branchenkollegen Qualcomm gaben dagegen nach schwächer als erwartet ausgefallenen Umsatz- und Gewinnprognosen klare 3,52 Prozent ab.

   Indessen hat Facebook im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn und Umsatz gesteigert. Das Online-Netzwerk profitierte von den deutlich gestiegenen Werbe-Einnahmen auf den Smartphones. Die Aktie fiel dennoch um 0,80 Prozent auf 60,87 Dollar.

   Im Dow Jones fielen indessen 3M um 0,97 Prozent auf 136,65 Dollar. Der Mischkonzern hat mit seinem Quartalsumsatz die Erwartungen der Analysten verfehlt. Auch Verizon enttäuschte mit seinen Ergebnissen. Das Ergebnis je Aktie fiel bei dem Telekomkonzern schwächer als erwartet aus, hieß es von Marktteilnehmern. Verizon-Titel rutschten mit minus 2,42 Prozent auf 46,28 Dollar ans Ende des Dow.

   Dagegen überraschte der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar zum Jahresauftakt mit mehr Gewinn und peilt auch für die nächsten Monate höhere Erträge an. Die Anleger zeigten sich erfreut - die Aktie zog um 1,84 Prozent auf 105,28 Dollar an.

   Zahlen kamen überdies von UPS. Der US-Paketdienstleister blieb mit seinen Ergebnissen hinter den Markterwartungen zurück. Die Aktien verloren daraufhin 0,60 Prozent auf 98,64 Dollar.

   Abseits der Berichtssaison sorgten Übernahmespekulationen für Aufmerksamkeit. Laut Kreisen buhlt General Electric (GE) um Alstom. Die Titel des französischen Transport-und Energietechnikkonzerns schnellten in Paris bis zum europäischen Handelsschluss um nahezu elf Prozent nach oben, GE erhöhten sich um moderate 0,15 Prozent auf 26,46 Dollar.

   Zudem kommt es in der US-Medizintechnikbranche zu einer gut 13 Mrd. Dollar schweren Übernahme. Der Implantathersteller Zimmer kauft den Rivalen Biomet für Bares und eigene Aktien. Die Zimmer-Aktien kletterten um 11,50 Prozent in die Höhe.

   Nach Börsenschluss werden Microsoft, Visa, Amazon und Starbucks ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen.