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US-Börsen

Gute Daten stützen Wall Street

S&P schließt erstmals über 2.000 Punkten. Hoffnung auf weiter lockere Geldpolitik.

Die US-Börsen haben am Mittwoch mit einem kleinen Plus geschlossen, damit aber historische Rekordstände erreicht. Der S&P-500 Index stieg um 2,10 Punkte oder 0,11 Prozent auf 2.000,02 Zähler und schloss damit erstmals über 2.000 Punkten. Der Index war am Montag erstmals in seiner Geschichte über diese runde Marke gestiegen, fiel dann bis Handelsschluss aber wieder zurück.

Der Dow Jones gewann 29,83 Einheiten oder 0,17 Prozent auf 17.106,70 Zähler. Der Dow konnte im Verlauf ebenfalls neue Höchststände markieren, fiel dann aber knapp wieder unter die alten Rekordstände von Juli zurück. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index legte 13,29 Einheiten oder 0,29 Prozent auf 4.570,64 Zähler zu.

Angetrieben wurden die Börsen Händlern zufolge von guten Konjunkturnachrichten und Hoffnungen auf eine weiter lockere Geldpolitik nach entsprechenden Hinweisen beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Dass Janet Yellen, Präsidentin der US-Notenbank, für eine Zinswende anscheinend noch keinen zeitnahen Handlungsbedarf sieht und EZB-Präsident Mario Draghi Bereitschaft äußerte, den Geldhahn in Europa wenn nötig weiter aufzudrehen, stützte unverändert die Laune der Börsianer.

Auch von Konjunkturseite kamen gute Nachrichten. Die Aufträge für langlebige Güter waren im Juli auf ein Rekordniveau geklettert, der FHFA-Hauspreisindex im Juni stärker als erwartet gestiegen und das Verbrauchervertrauen hatte im August den höchsten Stand seit fast sieben Jahren erreicht. Die jüngsten Kursanstiege an den Börsen waren allerdings bei geringen Umsätzen erfolgt, relativierten Händler.

Im Fokus standen auch wie schon am Vortag die Aktien von Burger King. Am Vortag hatten die Titel nach der Bekanntgabe von Übernahmeplänen samt dem Umzug des Firmensitzes nach Kanada fast 20 Prozent gewonnen. Am Dienstag büßten Burger-King wieder 4,32 Prozent auf 31,00 Dollar ein.

Inzwischen wurde offiziell, dass der Schnellrestaurantbetreiber die kanadische Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons für mehr als 11 Milliarden US-Dollar übernimmt. Milliardär und Starinvestor Warren Buffett finanziert den Deal mit. Analysten hatten allerdings einen weniger hohen Preis für Tim Hortons erwartet. Die Tim-Hortons-Titel stiegen um weitere 8,47 Prozent, nachdem sie am Montag ebenfalls bereits um fast 20 Prozent hochgesprungen waren.

Zu den Aktien im Fokus zählten auch Amazon und stiegen um 2,34 Prozent. Der Online-Händler kauft für rund eine Milliarde US-Dollar die Video-Website Twitch, auf der Gamer Live-Mitschnitte vom Spielverlauf veröffentlichen können. Amazon stärkt damit sein Spiele-Geschäft und wird noch etwas mehr zum Konkurrenten für Google aufrücken.

Die Papiere von Best Buy verloren nach Quartalszahlen 6,85 Prozent. Der Umsatz der Elektrohandelskette war im zweiten Jahresviertel auf vergleichbarer Fläche stärker zurückgegangen als erwartet.