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US-Börsen

Wall Street schließt einheitlich tiefer

Der Dow Jones verlor  74,61 Punkte oder 0,41 Prozent.

Wenig beeindruckt von der jüngsten Stellungnahme der Notenbank, aber belastet von schwachen Daten zum Wirtschaftswachstum - so zeigten sich die US-Börsen zur Wochenmitte. Der Dow Jones ging am Mittwoch um 74,61 Punkte oder 0,41 Prozent schwächer bei 18.035,53 Einheiten aus dem Handel.

Die beiden anderen wichtigen Indizies schlossen ebenfalls tiefer: Der marktbreite S&P-500 Index verlor 7,91 Punkte oder 0,37 Prozent auf 2.106,85 Zähler. Der technologielastige Nasdaq Composite Index wiederum fiel um 31,78 Einheiten oder 0,63 Prozent auf 5.023,64 Zähler.

Für die Anleger an der Wall Street setzte es bereits vor Handelsbeginn eine böse Überraschung: Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet nur um 0,2 Prozent zum Vorjahr gewachsen. Dies war deutlich weniger als erwartet - Analysten hatten mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet. Die Aktienbörsen eröffneten daraufhin bereits leicht in der Verlustzone und gaben im Verlauf weiter nach.

Am Markt blickte man daraufhin mit Spannung auf das Ergebnis der jüngsten Sitzung der Notenbank Fed. Diese brachte jedoch weder eine Überraschung noch Anhaltspunkte für den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhungen seit der Finanzkrise. Die Notenbanker verzichteten in ihrer Stellungnahme nun auf jegliche Zeitangaben. Das maue Wachstum im Winter sei "teilweise auf vorübergehende Faktoren" zurückzuführen, hieß es weiter. In einem ersten Kommentar zur Fed-Stellungnahme schrieb ING-Ökonom Rob Carnell, dass die Fed davon ausgehe, dass es zufriedenstellende Erklärungen dafür gäbe, diese Faktoren als Einmaleffekte zu sehen.

Die Kurse reagierten mit kurzfristigen Ausschlägen nach unten und oben - schlussendlich pendelte sich der Dow Jones jedoch wieder am selben Niveau wie vor der Veröffentlichung ein. Dort verblieb er mangels weiterer Impulsen bis Handelsende.

Bei den Einzelwerten war es hauptsächlich die laufende Berichtssaison, die für Bewegung sorgte. So berichtete MasterCard für das abgelaufene Quartal einen Gewinnüberschuss von 17 Prozent auf 1,02 Mrd. Dollar. Der Kreditkartenanbieter profitierte vor allem von günstigen Steuereffekten. Nachdem die Aktie anfangs klar zulegte und zwischenzeitlich ins Minus rutschte, ging sie mit einem Plus von 0,02 Prozent schließlich kaum verändert aus dem Handel.

Zahlen legte außerdem Time Warner vor. Der Medienkonzern hat im ersten Quartal seinen Umsatz um etwa 5 Prozent auf 7,1 Mrd. Dollar gesteigert. Gleichzeitig sank der Gewinn von 1,3 Mrd. auf 970 Mio. Dollar. Die Papiere schlossen mit einem leichten Plus von 0,55 Prozent bei 85,45 Dollar.

Deutlich besser lief es für die Aktien von GoPro, die um 12,63 Prozent auf 52,96 Dollar nach oben sprangen. Der Hersteller von Actionkameras hat im abgelaufenen Vierteljahr sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich gesteigert. Die Erlöse stiegen um 54 Prozent, der Gewinn wurde fast verdoppelt. Zudem kündigte das Unternehmen die Übernahme der auf 360-Grad-Videos spezialisierten französischen Firma Kolor an.